Lukas Podolski blickt mit Vorfreude, aber auch mit einer gewissen Skepsis auf die anstehende Weltmeisterschaft. Der Weltmeister von 2014 zählt die deutsche Nationalmannschaft nicht zu den ersten Favoriten auf den Titel und dämpft damit die Erwartungen rund um das DFB-Team etwas.
Podolski machte bei der Premiere seiner Netflix-Dokumentation „Poldi“ – die ab dem 4. Juni beim Streaming Anbieter verfügbar sein wird – deutlich, dass er aktuell nicht genau wisse, wie weit Deutschland beim Turnier kommen könne. Zwar fiebere er mit der Mannschaft mit, gleichzeitig sehe er aber andere Nationen, die derzeit formstärker seien und qualitativ besser besetzt wirkten.
Podolski fordert Teamgeist
Entscheidend wird für den früheren Nationalspieler ohnehin weniger die Einzelqualität sein als das Miteinander innerhalb der Mannschaft. Deutschland brauche Teamgeist, eine gute Atmosphäre und echten Teamspirit, also genau jene Faktoren, die aus Podolskis Sicht auch das Weltmeisterteam von 2014 ausgezeichnet hätten.
Auch damals hatte das DFB-Team nicht die besten Einzelspieler. Schlüsselfaktor war das gute Miteinander in Brasilien, was kombiniert mit der spielerischen Qualität die Basis zum Titel legte.
Auch zu Deniz Undav äußerte sich Podolski mit einem Augenzwinkern. Auf die Frage, ob der immer gut gelaunte Stuttgarter bei der WM eine ähnliche Rolle einnehmen könnte wie er selbst damals, stellte Podolski klar: „Es gibt keinen zweiten Poldi.“ Er richtete er den Blick auf Florian Wirtz, dem er ein starkes Turnier wünscht. Über seinen Kölner-Kollegen sagte er, dass er sich einfach auf ihn freue, weil dieser „geil Fußball kicken“ könne.
„Ich hoffe dass Wirtz den Award zum besten jungen Spieler bekommt, wie ich 2006. Auch wenn ich nicht weiß, ob dass in seinem Alter noch geht“, ein typischer Poldi eben.

