Die WM 2026 steht vor der Tür und hinter dem ein oder anderen Spieler im Kader der deutschen Mannschaft steht noch ein gewisses Fragezeichen. Das trifft auch auf Jamal Musiala zu.
Er hat gegen Finnland solide gespielt und getroffen, gegen die USA zog er sich häufiger mal zurück und blieb eher inaktiv.
Es ist wie in seinen letzten Wochen beim FC Bayern: Der Wille ist da, in Ansätzen gelingen Dinge, aber eben nicht in der Regelmäßigkeit wie es früher der Fall war. Musiala braucht den berühmten platzenden Knoten.
Sammer schätzt Musiala-Situation ein
Ex-Nationalspieler Matthias Sammer schätzt die Situation rund um Musiala noch als entspannt ein.
„Er könnte theoretisch sogar den Unterschied machen, weil er nicht so ausgelaugt ist wie der eine oder andere nach dieser Saison, sondern auch körperlich möglicherweise frischer ist. Gegen Finnland hat er getroffen, hat sein Törchen gemacht, sodass er sukzessive immer einen Schritt weitergeht. Und ich habe einfach gelernt: Wenn ein Weltklasse-Spieler nicht gerade einen Nagel im Kopf hat – und das hat er nicht, davon bin ich total überzeugt -, dann sollte man diesem Spieler vertrauen und ihn mittragen“, so Sammer gegenüber Sky.

Und weiter: „Der Trainerstab und seine Mitspieler sollten ihm das Gefühl geben: Ja, wir wissen, es ist noch nicht bei 100 Prozent, aber es wird. Mach mit, wir vertrauen dir. Vertrau du uns. Dann trägt man sich ein Stück weit gemeinsam, und dann kann es sein – vielleicht nicht im ersten Turnierspiel, vielleicht im zweiten Turnierspiel -, dass man sagt: Ah, okay, wir sind weiter.“
Sammer ist der Meinung, dass das der genaue Weg sein kann. „Dann kommt die K.-o.-Phase und plötzlich schießt er durch die Decke. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass Musiala die Unterstützung – intern wie extern – des Landes verdient hat“, erklärt er weiter.

