Bei der WM 2026 gehen erstmals gleich 48 Nationalmannschaften an den Start. Einem ehemaligen Bundestrainer gefällt das gar nicht.
„Es ist nicht gut, eine WM so aufzublasen, nicht für das Turnier, nicht für die Spieler, nicht für die Qualität des Spiels und am Ende auch nicht für die Clubs“, wurde Berti Vogts gegenüber der Rheinischen Post deutlich: „Ganz ehrlich: So ein Mammutturnier schadet dem Fußball.“
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Die Vereinslegende von Borussia Mönchengladbach war zwischen 1990 und 1998 selbst Bundestrainer und nahm an zwei WM-Endrunden teil. Allerdings war sowohl 1994 in den USA als auch vier Jahre später in Frankreich schon im Viertelfinale Endstation. Erfolgreicher war der heute 79-Jährige auf kontinentaler Ebene, auf die Finalniederlage gegen Dänemark bei der EM 1992 folgte 1996 in England der dritte und bis heute letzte Europameistertitel.
Vogts über WM-Aufstockung: „Die, die das tun, lieben den Fußball nicht“
Danach war der Weltmeister von 1974 in verschiedenen Ländern als Trainer tätig, inzwischen verfolgt er den Fußball als Fan. Und macht sich große Sorgen. „Ich weiß nicht, was sich die Fifa dabei denkt. Da geht es doch nur um das Finanzielle“, kritisierte Vogts und nahm auch den DFB und dessen Präsidenten Bernd Neuendorf in die Pflicht: „Ich würde vom Präsidenten des DFB erwarten, dass er sich bei der Fifa für den Fußball einsetzt.“
Inzwischen wird sogar über eine erneute Aufstockung des Teilnehmerfeldes geredet. „Das ist schlimm. Die Leute, die das tun, lieben den Fußball nicht“, stellte sich Vogts klar gegen eine solche Idee: „Wir müssen aufpassen, dass der Fußball am Ende nicht mehr ernst genommen wird.“

Bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada starten erstmals 48 statt 32 Mannschaften. Während kleinere Nationen wie Curacao und Kap Verde so die Chancen haben, erstmals an einer Fußball-Weltmeisterschaft teilzunehmen, kommt die Neuerung insbesondere in Europa nicht gut an.

