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90PLUS » Trotz kuriosem Rieder-Fehlschuss: Schweiz bezwingt harmlose Algerier
WM 2026

Trotz kuriosem Rieder-Fehlschuss: Schweiz bezwingt harmlose Algerier

Till Gabriel
03.07.26, 06:56
Till Gabriel
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Schweiz
Foto: Getty Images

Die Schweiz steht im Achtelfinale der Fußball-WM 2026. Beim 2:0 gegen Algerien sorgte ein Ex-Schalker für die frühe Führung.

Im BC Place Stadium in Vancouver standen sich am frühen Morgen die Schweiz und Algerien gegenüber. Die Nati hatte ihre Gruppe gewonnen, Algerien seine hinter Argentinien und Österreich als Dritter abgeschlossen. Einen klaren Favoriten gab es im Vorfeld des WM-Sechzehntelfinals jedoch nicht.

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Murat Yakin schickte einmal mehr eine Menge Bundesliga-Erfahrung aufs Feld, angeführt von Kapitän Granit Xhaka. Ein ganz besonderes Spiel stand Algerien-Coach Vladimir Petkovic bevor, der Schweizer war von 2014 bis 2021 selbst Nationaltrainer der Eidgenossen.

Manzambi legt stark vor: Embolo sorgt für Schweiz-Traumstart

Algerien kam in der Anfangsphase etwas besser in die Partie. Die Wüstenfüchse liefen den Gegner früh an und erzwangen so einige Ballverluste der Schweizer. Nach einer Annäherung durch Houssem Aouar (6.) war es jedoch die Nati, die früh jubeln durfte. Freiburg-Juwel Johan Manzambi setzte sich an der Grundlinie stark gegen Aissa Mandi durch und bediente im Zentrum Angreifer Breel Embolo, der nur noch einschieben musste (11.).

Nach dem frühen Führungstreffer entwickelte sich ein temporeicher, munterer Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Schweiz, es mangelte jedoch an klaren Torchancen. Mit zunehmender Spieldauer übernahm die Yakin-Elf immer mehr das Kommando und hätte durch einen Kopfball von Denis Zakaria beinahe noch vor der Pause erhöht (37.).

Auf der anderen Seite versuchte es Fares Chaibi nach Vorlage des umtriebigen Aouar, der Schuss des Frankfurters war jedoch kein Problem für Gregor Kobel im Tor der Schweiz (43.). In der Nachspielzeit ließ Aouar nochmal etwas unfreiwillig eine Flanke für Ibrahim Maza abtropfen, doch das algerische Supertalent von Bayer Leverkusen verzog aus bester Schussposition mit dem schwächeren linken Fuß (45+2.).

Breel Embolo
Foto: Getty Images

Blitzstart in Durchgang zwei: Ndoye erhöht

Die Halbzeitpause unterbrach die beste Phase Algeriens, nach Wiederanpfiff setzte es für die Wüstenfüchse nach 45 Sekunden die kalte Dusche. BVB-Verteidiger Ramy Bensebaini verlor am eigenen Strafraum den Ball, Rafik Belghali konnte die Hereingabe von Zakaria nur vor die Füße von Dan Ndoye klären, der mit rechts in linke untere Eck traf (46.).

Algerien reagierte gut und hatte durch Riyad Mahrez gleich die große Chance zum Anschlusstreffer. Zakaria blockte den Flachschuss des Routiniers jedoch (50.). Doch auch die Schweizer blieben gefährlich. Ruben Vargas ließ Rayan Ait-Nouri mit einem Übersteiger stehen, entschied sich aus spitzem Winkel aber für den Abschluss anstatt den besser postierten Embolo zu bedienen (58.).

Im Laufe der zweiten Halbzeit wurden die Eidgenossen mit der Führung im Rücken immer souveräner, ließen gegen die bemühten Algerier kaum noch etwas zu und hätten den Sack selbst frühzeitig zumachen können. Erst wurde ein Abschluss von Fabian Rieder blockiert (75.), dann sorgte der Joker des FC Augsburg für eine kuriose Szene. Nach einem starken Angriff gab Zakaria den Ball von rechts flach vor das Tor.

Embolo und Algerien-Schlussmann Luca Zidane verpassten beide, sodass Rieder am zweiten Pfosten aus drei Metern nur noch ins leere Tor einschieben musste. Der 24-Jährige erwischte den Ball jedoch nicht richtig und spielte fast parallel zur Torlinie dem eigentlich schon geschlagenen Zidane in die Arme (81.).

Der Fehlschuss hatte für das Team von Murat Yakin aber keine weiteren Folgen. Es blieb beim 2:0, im Achtelfinale trifft die Schweiz auf den Sieger der Partie zwischen Kolumbien und Ghana am frühen Samstagmorgen (3.30 Uhr, ZDF/Magenta). Für Algerien ist dagegen im Sechzehntelfinale Endstation.

Dan Ndoye
Foto: Getty Images

Spielschema

Schweiz: Kobel – Zakaria (87. Widmer), Elvedi, Akanji, R. Rodriguez- G. Xhaka, Freuler, Ndoye (87. Aebischer), Manzambi (70. Okafor), Vargas (70. Rieder) – Embolo (82. Amdouni)

Algerien: Zidane – Belghali (82. Boulbina), Mandi, Bensebaini, Ait Nouri – Bentaleb (71. Boudaoui), Chaibi, Mahrez (71. Hadj Moussa), Zerrouki (58. Gouiri), Aouar (58. Hadjam) – Maza

Tore: 1:0 Embolo (11.), 2:0 Ndoye (46.)

THEMENAlgerienSchweizWM 2026
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