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90PLUS » Spanien vs. Argentinien: Quoten, Prognose und Tipp zum WM-Finale 2026 — Messi gegen Yamal um den Pokal
WM 2026

Spanien vs. Argentinien: Quoten, Prognose und Tipp zum WM-Finale 2026 — Messi gegen Yamal um den Pokal

Klaus Hürbl
16.07.26, 08:35
Klaus Hürbl
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Lionel Messi, WM
Foto: Getty Images

Das WM-Finale 2026 am Sonntag in East Rutherford ist eine Premiere: Spanien und Argentinien standen sich noch nie in einem WM-Endspiel gegenüber — und selten hat ein Finale zwei derart gegensätzliche Erzählungen vereint. Der 39-jährige Lionel Messi spielt um seinen zweiten WM-Titel und den Schlusspunkt der größten Karriere der WM-Geschichte; der 19-jährige Lamine Yamal würde als jüngster Spieler aller Zeiten Europameister- und Weltmeistertitel vereinen. Dahinter: die beste Defensive des Turniers gegen eine Mannschaft, die seit 13 WM-Spielen nicht verliert. Alle Quoten, die Abschlusstabellen und ein nüchterner Tipp zur Frage, wer WM-Sieger wird.

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Alle Quoten und Märkte im Überblick

Markt Quoten
1X2 (90 Min.) Spanien 2,25 · Unentschieden 3,10 · Argentinien 3,50
Wer gewinnt den Pokal? Spanien 1,65 · Argentinien 2,20
Doppelte Chance Spanien oder X 1,30 · Spanien oder Argentinien 1,40 · X oder Argentinien 1,60
Über/Unter 1,5 Tore Über 1,37 · Unter 2,90
Über/Unter 2,5 Tore Über 2,30 · Unter 1,60
Über/Unter 3,5 Tore Über 3,90 · Unter 1,22
Handicap 0:1 Spanien 4,20 · X 4,00 · Argentinien 1,62
Handicap 1:0 Spanien 1,33 · X 4,90 · Argentinien 6,50
Wer gewinnt die 1. Halbzeit? Spanien 2,65 · Unentschieden 2,00 · Argentinien 4,30

Bereinigt entspricht der 1X2-Markt rund 42 Prozent für Spanien, etwa 31 für das Remis und 27 für Argentinien; auf den Pokal — Verlängerung und Elfmeterschießen eingerechnet — steht es 57 zu 43 für den Europameister. Der Titelverteidiger und Rekord-Serien-Halter geht also als klarer Außenseiter in ein WM-Finale, das er als amtierender Weltmeister bestreitet — eine bemerkenswerte Konstellation. Und die Tormärkte haben sich festgelegt: Unter 2,5 bei 1,60 und ein Halbzeit-Remis als Favorit der ersten 45 Minuten (2,00) sind die Quotensprache für ein zähes, kontrolliertes Endspiel. Die Übersicht zum Quotenvergleich für das WM-Finale 2026 gibt es bei den WM Wettanbieter.

Die Gruppen-Abschlusstabellen

Gruppe H

Pl. Team Sp S U N Tore Diff Pkt
1 Spanien 3 2 1 0 5:0 +5 7
2 Kap Verde 3 0 3 0 2:2 0 3
3 Uruguay 3 0 2 1 3:4 −1 2
4 Saudi-Arabien 3 0 2 1 1:5 −4 2

Gruppe J

Pl. Team Sp S U N Tore Diff Pkt
1 Argentinien 3 3 0 0 8:1 +7 9
2 Österreich 3 1 1 1 6:6 0 4
3 Algerien 3 1 1 1 5:7 −2 4
4 Jordanien 3 0 0 3 3:8 −5 0

Wie Spanien ins Finale kam

Spanien hat im Halbfinale sein bestes Turnierspiel geliefert — und den Topfavoriten entzaubert. Beim 2:0 gegen Frankreich brachte Mikel Oyarzabal den Europameister per Foulelfmeter in Führung (22., nach Dignes Foul an Yamal — Oyarzabals fünftes Turniertor), ehe Pedro Porro nach einem Doppelpass mit Dani Olmo die gesamte französische Abwehr aushebelte und cool vollendete (58.). Frankreich lag erstmals im gesamten Turnier zurück und fand nie statt; die hochgelobte Offensive um Mbappé blieb ohne nennenswerte Chance bis zur Pause. Es war Spaniens dritter Halbfinalsieg über Frankreich in drei Jahren nach EM 2024 und Nations League 2025 — und die Fortsetzung eines Musters, das dieses Turnier definiert: ein einziges Gegentor in sieben Spielen, 37 Partien ohne Niederlage seit März 2024, dazu ein Kollektiv, in dem die Tore von überall kommen — Oyarzabal, Fabián Ruiz, Porro, Merino. Der Weltmeister von 2010 steht im zweiten WM-Finale seiner Geschichte und könnte als amtierender Europameister nachlegen. Und über allem: Lamine Yamal, 19, der mit einem Titel am Sonntag der jüngste Spieler aller Zeiten würde, der EM- und WM-Pokal vereint — laut seinem Trainer de la Fuente steht sein bestes WM-Spiel noch aus.

Wie Argentinien ins Finale kam

Argentinien hat im Halbfinale gegen England das getan, was es bei diesem Turnier immer tut: leiden, warten, zuschlagen. Nach torloser erster Hälfte brachte Anthony Gordon die Engländer in Führung (55.), die bis zur 84. Minute hielt — dann glich Enzo Fernández aus, und Lautaro Martínez drehte das Spiel in der Schlussphase komplett. Es war das vierte K.-o.-Spiel in Folge, das der Titelverteidiger aus einer prekären Lage gewann: Verlängerung gegen Kap Verde, gedrehter 0:2-Rückstand gegen Ägypten, 120 Minuten gegen die Schweiz, jetzt der späte Umsturz gegen England. Die Serie dahinter ist historisch: 13 WM-Siege in Folge, sechs gewonnene WM-Halbfinals in sechs Anläufen, das zweite Finale nacheinander — die erste Titelverteidigung seit Brasilien 1962 ist zwei Siege alt und einen entfernt. Messi blieb gegen England ohne eigenes Tor, hält aber bei acht Turniertreffern, führt das Golden-Boot-Ranking an und spielt mit 39 Jahren und 21 WM-Karrieretoren — dem ewigen Rekord — das letzte Spiel seiner WM-Geschichte. Um den vierten Stern, gegen die beste Defensive, die dieses Turnier gesehen hat.

Messi gegen Yamal — und zwei Spielideen, die sich ausschließen

Die nüchterne Lage: Dieses WM-Finale 2026 ist die maximale Stilkonfrontation. Spanien kontrolliert Spiele über den Ball — gegen Frankreich, Belgien und Portugal ließ der Europameister zusammen eine Handvoll echter Chancen zu. Argentinien kontrolliert Spiele über Momente: Alle vier K.-o.-Siege entstanden aus Phasen, in denen der Gegner das Spiel längst im Griff zu haben glaubte. Die Tormärkte haben sich für Spaniens Version entschieden — Unter 2,5 zu 1,60 ist ein klares Votum, und es hat eine Datengrundlage: Spaniens sieben Turnierspiele brachten ein einziges Gegentor. Aber die Gegenrechnung existiert: Argentiniens vier K.-o.-Spiele endeten ausnahmslos mit mindestens drei Toren, und keine Mannschaft der WM-Geschichte hat mehr Übung darin, ein kontrolliertes Spiel in der Schlussviertelstunde zu kippen. Einer der beiden Ansätze überlebt dieses Finale nicht.

KI tippt: Spanien – Argentinien

Modell und Markt sehen Spanien klar vorne — 42 zu 27 Prozent in 90 Minuten, 57 zu 43 auf den Pokal — und die Begründung ist über jede Einzelbetrachtung erhaben: bessere Turnierform, mehr Kontrolle, ein Gegentor in sieben Spielen, der frischere Kader. Der Einwand ist derselbe, der seit vier K.-o.-Runden gegen jede Argentinien-Prognose spricht: Der Titelverteidiger war in diesem Turnier dreimal praktisch ausgeschieden und steht trotzdem im Finale. 27 Prozent für eine Mannschaft mit 13 WM-Siegen in Folge, einer 6:0-Halbfinal- und einer 2:1-Finalbilanz seit 2014 sind rechnerisch begründbar — und fühlen sich dennoch wie eine Unterschätzung dessen an, was sich nicht modellieren lässt: Turnier-DNA, Messis letzte Nacht und eine Mannschaft, die den Zustand „verloren“ schlicht nicht anerkennt. Die ehrliche Zusammenfassung: Spanien ist zu Recht Favorit, aber kein Finale dieses Jahrhunderts hätte einen unbequemeren Außenseiter.

Prognose

Ein zähes, taktisch enges Endspiel mit spätem Ausgang ist das wahrscheinlichste Szenario — genau das, was die Tormärkte bepreisen. Spanien wird den Ball haben und geduldig auf die Lücke warten; Argentinien wird tief stehen, das Spiel verschleppen und auf die Momente von Messi, Álvarez und Martínez lauern. Fällt ein frühes spanisches Tor, spricht die Turnierform für einen kontrollierten Sieg des Europameisters. Bleibt es lange eng, betritt das Finale das Terrain, auf dem Argentinien seit vier Runden zu Hause ist — die Schlussviertelstunde, die Verlängerung, das Elfmeterschießen. Tendenz: Spanien, über Kontrolle und Frische — aber mit dem Wissen, dass dieser Gegner in diesem Turnier noch jede Prognose überlebt hat.

Wenn ich tippen sollte

Spaniens 1,65 auf den Pokal bildet die 57 Prozent fair ab — Favoritengebühr, kein Value. Die strukturell sauberste Linie ist Unter 2,5 Tore (1,60): die beste Defensive des Turniers, ein Finale — traditionell das vorsichtigste Spiel jedes Turniers —, und ein Außenseiter, dessen einzige Chance im Verschleppen liegt. Der Preis ist kurz, die These konsistent. Die interessantere Nebenlinie ist das Unentschieden zur Halbzeit (2,00): Beide Halbfinals dieser Teams standen zur Pause 0:0 bzw. knapp, Argentinien hat in der gesamten K.-o.-Phase kein einziges Mal vor der Pause geführt, und Finals beginnen mit Abtasten — eine glatte 2,00 für das wahrscheinlichste Halbzeitresultat ist der ehrlichste kleine Einsatz dieses Endspiels. Kleiner Einsatz, keine Karten- oder manipulationsanfälligen Märkte, erst die Quote prüfen, dann der Tipp.

Was der Markt über Messis letztes Spiel schon zu wissen glaubt

Der Markt hat sich entschieden: für die Kontrolle, für die Frische, für die Defensive mit einem Gegentor in sieben Spielen — für Spanien, mit 57 zu 43. Es ist eine rationale Entscheidung, und sie könnte trotzdem an dem einen Faktor scheitern, den keine Quote sauber fasst: einer argentinischen Mannschaft, die seit 13 WM-Spielen nicht verliert, seit sechs Halbfinals nicht scheitert und seit vier K.-o.-Runden jede rechnerische Niederlage überlebt. Der Wert dieses Finales liegt nicht in der Favoritenfrage, sondern in seiner Unumkehrbarkeit: Entweder krönt sich die junge spanische Elf um Yamal zur Mannschaft ihrer Ära — oder der größte WM-Torschütze aller Zeiten beendet seine Geschichte mit dem einen Ende, das der Markt für das unwahrscheinlichere hält. Am Sonntagabend ist eine der beiden Erzählungen vorbei.

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