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90PLUS » Drei Favoriten und ein Außenseiter: Gruppe F im Überblick
WM 2026

Drei Favoriten und ein Außenseiter: Gruppe F im Überblick

Philipp Beyer
13.06.26, 21:11
Philipp Beyer
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Schweden
Foto: Getty Images

Nachdem Deutschland heute seine Gruppe gegen Curacao eröffnen wird, steht um 22 Uhr auch das erste Spiel der Gruppe F an. Die Niederlande werden in Arlington auf Japan treffen. Das Vierergespann wird komplettiert von Schweden und Tunesien, die ihr erstes Spiel in der Nacht auf Montag um 4 Uhr austragen.

Wir werfen einen Blick auf die Gruppe F bestehend aus der Niederlande, Schweden, Japan und Tunesien.

Niederlande

  • Trainer: Ronald Koeman (63)
  • WM-Teilnahmen: 11
  • Player to watch: Donyell Malen, Tijjani Reijnders, Quinten Timber

Nach dem Erreichen des Halbfinals bei der EM vor zwei Jahren sind die Hoffnungen auf ein erneut gutes Abschneiden bei Oranje natürlich groß. Allerdings liest sich die Vorbereitung auf dieses Turnier nicht gerade positiv. In zwei Tests auf heimischem Boden konnte man nicht wirklich überzeugen. Gegen Algerien verlor man mit 0:1 – gegen ein dezimiertes Usbekistan holte man einen knappen 2:1-Sieg.

Bereits drei Mal schaffte man es bei einer Weltmeisterschaft ins Endspiel, musste sich alle drei Male aber geschlagen geben.

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Die Kaderqualität für einen guten Lauf ist auch dieses Jahr allenfalls vorhanden, auch wenn nicht ganz auf dem Niveau der Mannschaft von beispielsweise 2010. Dennoch verfügt man über große Namen wie Virgil van Dijk, Frenkie de Jong oder Tijjani Reijnders. Besonders der formstarke Donyell Malen könnte zum Unterschiedsspieler avancieren.

Schweden

  • Trainer: Graham Potter
  • WM-Teilnahmen: 12
  • Player to Watch: Besfort Zeneli, Benjamin Nygren, Yasin Ayari

Die Schweden qualifizierten sich mit zwei Siegen über die Ukraine und Polen für die Endrunde der Weltmeisterschaft. Damit ist man zum ersten Mal seit der EM 2020 wieder bei einem großen Turnier dabei. Die Vorbereitung lief eher schlecht. Gegen den Nachbarn Norwegen setzte es eine verdiente 3:1-Pleite. Auch gegen Griechenland holte man in einem umkämpften Spiel nur ein 2:2.

Allgemein ist die Stimmung in Schweden nicht wirklich gut. In der regulären WM-Qualifikation holte man gerade mal zwei Punkte. Das Erreichen der Endrunde war nur über die Nations League-Playoffs möglich.

Das Prunkstück Schwedens ist natürlich die starke Offensive rund um die beiden Topstars Viktor Gyökeres und Alexander Isak. Allgemein hegt Graham Potter eher den Anspruch möglichst mehr Tore als der Gegner zu schießen, als den Fokus auf die defensive Stabilität zu legen. Unterhaltsam dürften die Spiele mit schwedischer Beteiligung also durchaus werden.

Japan:

  • Trainer: Hajime Moriyasu
  • WM-Teilnahmen: 7
  • Player to Watch: Keisuke Goto, Zion Suzuki, Yuto Nagatomo

Von vielen als Geheimtipp für diese WM gehandelt, wird Japan. Nicht zu Unrecht. Die Japaner stachen immer wieder durch eine sehr geordnete, disziplinierte Arbeit gegen den Ball heraus und verfügen vorne über die nötige Qualität, auch erfahrene starke Defensiven vor Herausforderungen zu stellen. Dazu kommt die starke Form. Die letzten sechs Testspiele hat Japan allesamt gewonnen. Dabei gab es sogar Siege gegen Brasilien und England.

Historisch ist der größte Erfolg bei einer WM das Erreichen des Achtelfinals. Gut möglich, dass es in diesem Jahr etwas weiter geht, als das.

Japan
Foto: Getty Images

Das stärkste Glied der japanischen Mannschaft ist wohl die Defensive. Neben Bayerns Hiroki Ito sind die beiden Ajax-Profis Takehiro Tomiyasu und Ko Itakura die Stammkräfte in der Defensive. Dazu fährt noch ein 39-Jähriger Yuto Nagatomo mit zur WM, der lange für Inter Milan spielte.

Tunesien

  • Trainer: Sabri Lamouchi
  • WM-Teilnahmen: 7
  • Player to Watch: Khalil Ayari

Tunesien gilt als klarer Underdog in dieser WM-Gruppe. Der Kader ist mit Abstand am schwächsten und auch die letzten beiden Spiele. Eine knappe 1:0-Niederlage bei Österreich, sowie eine 5:0-Klatsche gegen Belgien versprechen nicht wirklich viel. Allgemein hat man auch noch nie die Vorrunde bei einer Welmeisterschaft überstanden.

Die Vorzeichen für die Nordafrikaner sind also nicht wirklich gut. Dennoch sollte man die Tunesier auf dem Zettel haben. Gerade aus der Bundesliga sind mit Elias Saad, Ellyes Shkiri oder Rani Khedira einige Namen in Deutschland durchaus bekannt.

Dazu kommen einige junge Akteure, die sich zeigen wollen. Tunesien geht als klarer Außenseiter in die Gruppe F, sollte aber dennoch nicht unterschätzt werden. Man verfügt über einen durchaus talentierten Kader, der definitiv in der Lage sein kann, die Großen zu ärgern.

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