Gruppe H startet am heutigen Tag mit einem Duell der Gegensätze. Auf der einen Seite steht Europameister Spanien, der bereits 2010 die WM gewinnen konnte und als absoluter Topfavorit in das Turnier geht. Auf der anderen Seite steht der Debütant Kap Verde. Die Gruppe wird komplettiert vom zweifachen Weltmeister Uruguay und Saudi-Arabien.
Spanien
Trainer: Luis de la Fuente
WM-Teilnahmen: 17
Player to Watch: Borja Iglesias, Marc Pubill, Victor Munoz
Naturgemäß geht der Europameister als einer der absoluten Top-Favoriten in die zwei Jahre später stattfindende WM. Spanien war die beste Mannschaft beim Turnier in Deutschland und schaltete auf dem Weg dorthin zahlreiche Top-Nationen aus. Die Turniervorbereitung dabei lief eher durchwachsen. Gegen den Irak spielte man nur 1:1. Gegen Peru gab es dann einen 3:1-Erfolg.
Auf dem Papier verfügen die Spanier über eine der besten Mannschaften des Turniers. Top-Stars wie Lamine Yamal, Rodri oder Pedri, dazu kommt ein Team, das keine wirklichen Schwächen hat. Luis de la Fuente hat eine Mannschaft geschaffen, die zu den Besten der Welt gehört.
Uruguay
Trainer: Marcelo Bielsa
WM-Teiilnahmen: 15
Player to Watch: Giorgian de Arrascaeta, Maximiliano Araujo, Facundo Pellistri
Zwei Mal konnte Uruguay die Weltmeisterschaft bereits gewinnen. Die goldenen Zeiten der Südamerikaner sind aber schon einige Zeit vorbei und im Kreis der Favoriten findet man sich aktuell eher selten. Auch die Form in den letzten Testspielen war eher schwankend. Einerseits holte man ein 1:1 gegen England, andererseits verlor man mit 5:1 gegen die USA.
Die größte Frage wird wohl sein, wie das Vakuum in der Offensive gefüllt wird. Sowohl Edinson Cavani, als auch Luis Suarez stehen nicht im Kader der Uruguayer. Auf der Stürmerposition probierte Trainer Marcelo Bielsa einige Spieler aus. Federico Vinas von Real Oviedo, Rodrigo Aguirre von Tigres und natürlich Darwin Nunez sind nun seine Alternativen für die Position ganz vorne.

In der Qualifikation stach man vor Allem durch die Heimstärke heraus. Inwiefern sich das nach Nordamerika übertragen lässt, wird entscheidend für die Chancen des Teams.
Saudi-Arabien
Trainer: Georgios Donis
WM-Teilnahmen: 7
Player to Watch: Musab Al Juwayr, Salem Al-Dawsari
1994 debütierte Saudi-Arabien bei einer Weltmeisterschaft. Damals schaffte man es auch direkt ins Achtelfinale, wo man dann aber in Schweden scheiterte. Danach spielte man noch fünf weitere Male bei einer WM, schied aber immer in der Gruppenphase aus. 32 Jahre später soll das Überstehen der Vorrunde wiederholt werden.
Erst im April diesen Jahres übernahm Georgios Donis, der Vater von Ex-Stuttgarter Tassos Donis, den Trainerposten bei Saudi-Arabien. In den drei Testspielen vor Turnierstart gab es einen Sieg gegen Puerto Rico, ein Unentschieden gegen Senegal und eine Niederlage gegen Ecuador.
Ein Spieler, den man im Auge behalten sollte, ist Musab Al Juwayr. Der 22-Jährige Flügelspieler steht bei Al-Qadsiah in der heimischen Saudi Pro League unter Vertrag. In der abgelaufenen Saison gelangen ihm sechs Tore und elf Vorlagen. Zahlreiche europäische Klubs waren in der Vergangenheit bereits interessiert. Ein Wechsel nach Europa könnte nach der WM also durchaus Realität werden.
Kap Verde
Trainer: Pedro Brito
WM-Teilnahmen: 0
Player to Watch: Sidny Lopes, Gilson Tavares
Einer der vier Debütanten bei dieser Weltmeisterschaft sind die Kap Verde. Eine kleine Inselgruppe vor der afrikanischen Westküste. Beim Afrika-Cup kam man 2013 und 2024 bereits zwei Mal ins Viertelfinale.
Typisch für Underdogs setzen die Kap Verde relativ viel auf Standards. Um die 40 % der Tore in der Qualifikation erzielte man in der Folge von ruhenden Bällen.

