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90PLUS » WM 2026: Schon wieder große Sorgen für FIFA & Infantino
WM 2026

WM 2026: Schon wieder große Sorgen für FIFA & Infantino

Cedric Greh
12.05.26, 19:16
Cedric Greh
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Die Weltmeisterschaft kann für die FIFA als Ausrichter ein lukratives Geschäft sein. Im Regelfall streiten sich beispielsweise im Bereich der TV-Übertragungsrechte viele Anbieter um einen Stück vom Kuchen, den sie oft in Gold aufwiegen. Mit China und Indien hat der Fußball-Weltverband allerdings noch keinen entsprechenden Deal geschlossen. Infantino und Co. drohen deshalb erhebliche Millionensummen durch die Lappen zu gehen. 

Laut Information des Guardian ist ein Geschäftsabschluss nicht in Reichweite. Mit nur noch etwas mehr als einem Monat bis zum Start des Turniers ist Eile geboten. Die FIFA hatte im Zuge der Aufstockung der Teilnehmerzahl auch darauf gehofft, dass sich einwohnerstarke Nationen wie Indien und China qualifizieren würden. Das ist nicht passiert, auch das verkompliziert die Lage.

Anbieter haben Angst davor, kaum Zuschauer mit dem Produkt zu erreichen. In Indien starten gerade einmal 14 Spiele vor Mitternacht. Ähnliche Probleme mit den Anstoßzeiten gelten für China. Bis auf absolute Premium-Spiele sind wahrscheinlich wenige Leute dazu bereit, viele ,,normale“ Spiele im TV zu verfolgen.

Wird die WM nicht in Indien und China übertragen?

Das mangelnde Interesse an den Übertragungsrechten sorgt dafür, dass die FIFA, um überhaupt einen Deal zustande zu bekommen, drastisch mit den Preisen heruntergehen muss. In Indien bietet die FIFA ihr Produkt mittlerweile für nur noch 35 Millionen Dollar an, das höchste Gebot liegt gerade einmal bei 20 Millionen des Unternehmens JioStar.

Gianni Infantino
Foto: Getty Images

Zum Vergleich: Im WM-Jahr 2014 zahlte Sony für die Rechte 90 Millionen Dollar, 2018 waren es immerhin noch 62 Millionen von Viacom18. Erklären lässt sich das auch durch den stetig sinkenden Wert der indischen Währung im Vergleich zum US-Dollar.

Die Situation könnte auch im Hinblick auf die Zukunft problematisch für die FIFA werden. Auch an anderen Orten kriegt man vom Deal-Dilemma mit – und das die FIFA nicht alle Trümpfe in der Hand hält. Ob ein Geschäft am Ende zustande kommt, ist dennoch wahrscheinlich. Allerdings nicht zu den von Infantino gewünschten Bezügen. Der letzte Monat vor Turnierbeginn wird alles andere als ein Spaziergang für den Schweizer.

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