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90PLUS » Belgien stürmt zum Gruppensieg – Iran muss bangen
WM 2026

Belgien stürmt zum Gruppensieg – Iran muss bangen

Yannick Lassmann
27.06.26, 07:07
Yannick Lassmann
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Belgien
Foto: Getty Images

Am frühen Samstagmorgen fielen die Entscheidungen in der Gruppe G. Erleichterung herrschte Belgien, während der Iran kurzzeitig am direkten Weiterkommen schnupperte.

Bislang endeten gleich drei der vier Begegnungen entschieden. Da Ägypten einen frühen Rückstand gegen Neuseeland in einen 3:1-Erfolg umbog, ging es als bereits für die K.o-Runde qualifizierter Tabellenführer in den finalen Spieltag. Mit dem ebenfalls noch ungeschlagenen Iran wartete jedoch eine unangenehme Aufgabe. Derweil benötigte Belgien, das bei seinen bisherigen zwei Auftritten enttäuschte, zwingend einen Sieg über Neuseeland.

Dominanter Auftritt: Belgien schlägt Neuseeland deutlich

Das bislang teils sehr uninspiriert auftretende Team von Rudi Garcia begann druckvoll. Das Geschehen bewegte sich fast ausschließlich in der Hälfte der Kiwis. Die erste Großchance ergab sich nach elf Minuten, als Leandro Trossard aus halblinker Position den Innenpfosten traf  und Tyler Bindon den Ball von der Linie kratzte. Wenig später gab es dann Elfmeter für Belgien. Da Trossard aber den angelegten Arm von Finn Surmann traf, nahm Schiedsrichter Ahdam Makhadmeh die Entscheidung zurück.

Auch nach der folgenden Trinkpause änderte sich nichts am Bild auf dem Spielfeld. In der 28. Minute fiel ein Eckball von Kevin de Bruyne dem im Fünfmeterraum lauernden Trossard vor die Füße, der die Kugel zum 0:1 über die Linie beförderte. Danach schaffte Neuseeland zumindest etwas Entlastung. Die wesentlich besseren Chancen besaß aber weiter Belgien. Jeremy Doku verfehlte den Kasten nur knapp per Schlenzer und Charles de Ketelaere scheiterte an Max Crocombe. Zur Pause lautete das Schussverhältnis 0:16.

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Nach dem Seitenwechsel traten die Roten Teufel direkt wieder aufs Gaspedal und erhöhten schnell auf 0:2: Der von de Bruyne bediente Trossard fand im ersten Versuch noch kein Vorbeikommen an den Verteidigern, setzte aber nach und netzte aus der Luft ins linke obere Eck ein. Neuseeland zeigte eine Reaktion. Elijah Just prüfte Thibaut Courtois aus etwa 17 Metern (55.). Belgien behielt aber weiter die Kontrolle. Arthur Theate hätte nachlegen können, schloss aber zu zentral ab, sodass Crocombe hielt (61.).

Das 0:3 erzielte schließlich De Bruyne, der von außerhalb des Strafraums per Flachschuss unhaltbar ins rechte Eck traf (66.). Wenig später verabschiedete er sich genauso wie Trossard vorzeitig aus der Partie. Just, der mit Abstand auffälligste Neuseeländer, markierte noch das Ehrentor, nachdem Courtois einen Eckball unzureichend in die Mitte klärte. Nahezu im direkten Gegenzug stellte der gerade erst eingewechselte Romelu Lukaku per Kopf infolge einer Flanke des mit ihm gekommenen Alexis Raskin den alten Abstand wieder her. Mit der letzten Aktion des Spiels erhöhte der eingewechselte Alexis Saelemakers sogar noch auf 1:5.

Aberkanntes Last-Minute-Tor: Iran verpasst Sieg über Ägypten

Im Parallelspiel legte Ägypten einen Traumstart hin. Fünf Minuten waren erst vorüber, als der gegen Belgien noch so überzeugende iranische Schlussmann Alireza Beiranvand einen abgefälschten Schuss von Mohamed Salah direkt vor die Füße von Mahmoud Saber klärte und anschließend dessen Versuch auch noch durch die Beine passieren ließ – 1:0. Team Melli blieb davon völlig unbeeindruckt und hätte schon in Minute elf ausgleichen müssen, als es nach einem ungestümen Einsteigen gegen Mehdi Taremi einen Elfmeter zugesprochen bekam. Der Gefoulte trat selbst an, scheiterte jedoch mit seiner umplatzierten Ausführung an Mostafa Shoubeir.

Keine 180 Sekunden darauf war Shoubeir dann machtlos. Erst hielt er noch glänzend gegen Milad Mohammadi, doch den Abpraller verwertete Ramin Rezaeian aus spitzem Winkel zum Ausgleich – 1:1. In der Folge verlief das Geschehen ausgeglichen. Beide Teams schenkten sich nichts. Schiedsrichter Szymon Marciniak hatte angesichts der vielen Zweikämpfe alle Hände voll zu tun und zog schon im ersten Abschnitt viermal Gelb. Die beste Möglichkeit zur Führung hatte der Iran durch Hossein Kanaani, der vor dem diesmal orientierungslosen Shoubeir den Ball erreichte, ihn aber neben das Tor setzte (45+1.).

Ägypten Iran
Foto: Getty Images

Der zweite Abschnitt begann zäh. Der ägyptische Trainer Hossam Hassan legte seinen Fokus frühzeitig auf das Sechszehntelfinale, nahm Superstar Mohamed Salah schon in der 57. Minute vom Platz. Dennoch stellten die Pharaonen das aktivere Team. Der Iran präsentierte sich erstaunlich passiv, als würde er sich mit dem Unentschieden zufriedengeben. Defensiv agierte das Team Melli jedoch sehr aufmerksam und ließ kaum brenzlige Situationen zu.

In der Nachspielzeit lag der Ball plötzlich im ägyptischen Tor. In einer undurchsichtigen Szene landete der Ball bei Shoja Khalilzadeh, der aus wenigen Metern einnetzte. Bei den Iranern brachen für einige Sekunden alle Dämme, ehe sich der VAR einschaltete und der Treffer aufgrund einer knappen Abseitsstellung des Torschützen zurückgenommen wurde. Kurz darauf ergab sich für Saeid Ezatolahi eine weitere Großchance, sein Kopfball landete am Querbalken. Damit blieb es nach dramatischen Schlussminuten beim 1:1. Der Iran ist abhängig von den weiteren Resultaten, muss noch einen Drittplatzierten hinter sich lassen. Ägypten erreichte Rang zwei und trifft am Freitag auf Australien.

Die Ergebnisse im Überblick:

Neuseeland 1:5 Belgien

Tore: 0:1 Trossard (28.), 0:2 Trossard (50.), 0:3 De Bruyne (66.), 1:3 Just (84.), 1:4 Lukaku (86.), 1:5 Saelemakers (90+4.)

Ägypten 1:1 Iran

Tore: 1:0 Jaber (5.), 1:1 Rezaeian (14.)

Shoubeir hält Foulelfmeter von Taremi (Iran, 11.)

Foto: Getty Images

THEMENÄgyptenBelgienIranLeandro TrossardNeuseelandRomelu Lukaku
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