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90PLUS » Premier League: FA will gegen „fremdfinanzierte Übernahmen“ vorgehen
Premier League

Premier League: FA will gegen „fremdfinanzierte Übernahmen“ vorgehen

Gero Lange
11.05.22, 23:09
Gero Lange
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Mark Bullingham, der Geschäftsführer der FA
(Photo by Nick Potts - Pool/Getty Images)

News | Um Übernahmen von Vereinen zu verhindern, die durch Kredite mit Vereinswerten als Sicherheiten finanziert werden, will die FA mögliche Kreditsummen begrenzen und eine Aufsichtsbehörde einführen.

FA will zukünftige „fremdfinanzierte Übernahmen“ von Vereinen verhindern

Einem Bericht des Guardian zufolge arbeitet der englische Fußballverband (FA) derzeit gemeinsam mit der Premier League und der englischen Fußballliga (EFL) zusammen, um „fremdfinanzierte Übernahmen von Vereinen“ zu beschränken. Die Kreditsumme, die potenzielle Eigentümer mit den Vermögenswerten eines Klubs als Sicherheit aufnehmen kann, soll begrenzt werden.

Mark Bullingham, Geschäftsführer des Verbands, sagte dazu: „Bei künftigen Eigentümerstrukturen muss man sich die Art und Weise ansehen, wie die Schulden für den Kauf eines Klubs strukturiert sind, und dafür sorgen, dass es genügend Sicherheiten gibt. Es ist das Ausmaß, in dem sich der Käufer verschuldet hat, das wichtig ist, damit die Klubs auch in Zukunft nachhaltig und sicher sind. Das ist etwas, das wir uns ansehen, und ich weiß, dass die Ligen das auch tun, um sicherzustellen, dass dieser ganze Bereich in jedem neuen Eigentumsmodell untersucht wird.“

Zur Kontrolle soll eine unabhängige Aufsichtsbehörde im englischen Fußball installiert werden: „Ich denke, dass es etwas ist, das [von einer neuen Regulierungsbehörde] auf jeden Fall untersucht werden wird“, so Bullingham. „Wir glauben, dass wir der Regierung ein wirklich starkes Argument liefern können, wie diese Aufsichtsbehörde neben der FA angesiedelt werden könnte. “

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„Ich denke, wir sehen die Vorteile, die wir bieten können, und wir können es mit den regulatorischen Aspekten, die wir tun, verbinden, aber jeder müsste ein hohes Maß an Unabhängigkeit haben. Es gibt also noch viel zu klären, und die Entscheidung liegt bei der [Regierung].“

Eine derartige Regelung hätte beispielsweise die Übernahme von Manchester United durch die Glazer-Familie oder auch die von Burnley durch ALK Capital verhindern können. Die Glazers haben für die Eigentümerschaft ein Darlehen aufgenommen, welches durch die Vermögenswerte des Vereins abgesichert ist. In den 17 Jahren seit Beginn der Eigentümerschaft sind mehr als 1,7 Milliarden Euro Zinsen angefallen. Burnley müsste im Falle eines Abstiegs eine Rückzahlung von über 115 Millionen Euro leisten, die dem Verein von den Eigentümern aufgebürdet wurde.

(Photo by Nick Potts – Pool/Getty Images)

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