FC Bayern | Nagelsmann über Gladbach-Pleite: „Es hat weh getan“

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News | Trainer Julian Nagelsmann hat auf der Pressekonferenz vor dem nächsten Ligaspiel noch einmal ausführlich über die historische Pokal-Pleite des FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach gesprochen. Der FCB-Coach will keine Ausreden gelten lassen, blickt aber positiv in die Zukunft.

Nagelsmann: „Wir waren alle nicht gut, außer Manuel Neuer“

Es war historisch, was am Mittwochabend im DFB-Pokal passierte. Der FC Bayern München kam bei Borussia Mönchengladbach völlig unter die Räder und verlor die Begegnung dramatisch mit 0:5. Die Aufarbeitung dieser Niederlage, sie dauert wohl immer noch an. Bayern-Trainer Julian Nagelsmann (34) musste auch auf der Pressekonferenz vor dem Ligaspiel gegen Union Berlin noch einmal Bezug auf die Pokal-Pleite nehmen.

„Diese Niederlage hat uns Lehren für die Zukunft gegeben. Das habe ich auch der Mannschaft gesagt. Wir müssen uns die kritischen Aussagen gefallen lassen“, so Nagelsmann. „Wir dürfen uns nicht ablenken lassen von positiver Berichterstattung, wenn es gut läuft. Wir müssen immer den absoluten Fokus haben. Beim Spiel in Gladbach sind viele unglückliche Situationen zusammen gekommen. Ich wäre gerne live dabei gewesen, was aber nicht heißt, dass wir gewonnen hätten.“

„Beim Spiel in Gladbach hatten wir viele Bayern untypische Aktionen“, so Nagelsmann weiter. „Wir waren alle selber ein wenig überrascht, was im DFB-Pokal passiert ist. Wir waren alle nicht gut, außer Manuel Neuer.“ Weder das Thema der Rotation noch Nebenschauplätze wie die Impf-Diskussion um Joshua Kimmich (26) wollte der Bayern-Trainer als Ausrede für das Ausscheiden gelten lassen. „Am Ende glaube ich nicht, dass wenn andere Themen nicht gewesen wären, dass wir gewonnen hätten“, so Nagelsmann über eine etwaige Unruhe.

„Habe zu Hause viel rumgeschrien“

„Die Küche ist noch ganz, aber ich habe zu Hause viel rumgeschrien. Die Nachbarn haben das sicherlich gehört, aber sie wussten auch, dass wir gespielt haben“, so Nagelsmann. Auf einzelne Spieler wollte er dennoch nichts kommen lassen. Dayot Upamecano (23) etwa, der gegen Gladbachs Breel Embolo (24) einen rabenschwarzen Tag erwischte, nahm der Trainer in Schutz. „Dayot Upamecano ist ein Spieler, der unfassbar von seiner Physis und seiner Geschwindigkeit profitiert. Außerdem ist er ein junger, intelligenter Spieler, der ein riesiges Potenzial besitzt“, stellte Nagelsmann klar. „Für ihn geht es jetzt darum, daraus etwas zu lernen – gerade gegen ebenfalls physisch starke Angreifer.“

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Trotz des historischen Aspekts dieser Niederlage wehrt sich Nagelsmann jedoch dagegen, eben jene zu überhöhen. „Druck verspüre ich immer. Ich weiß, wie das Geschäft funktioniert und ich weiß auch, wie der FC Bayern München funktioniert. Trotzdem reden wir immer noch über Sport. Es geht nicht um Leben und Tod“, meint der 34-Jährige. „Jeder Spieler hat auch eine menschliche Seite. Der Druck nach dieser Niederlage ist nicht größer oder kleiner als vorher.“ Es wäre nicht so gewesen, „dass wir uns am Telefon gegenseitig vollgeweint haben.“

„Am Ende waren wir uns alle einig, dass uns das nicht noch einmal passieren sollte. Nicht wegen der öffentlichen Meinung, sondern weil es weh getan hat“, so die klare Ansage. „Es gibt Erlebnisse im Leben von einer gewissen Einmaligkeit. Das werden wir nicht mehr aus dem Weg räumen können. Jetzt geht es um die Zukunft und die beginnt am Samstag.“

(Photo by Alexander Hassenstein/Getty Images)

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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