Hertha | Erstes Training nach Quarantäne – Die Frage der Belastung

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News | Hertha BSC hat am Freitag das erste Training nach der 14-tägigen Quarantäne absolvieren können. Die Berliner müssen sich in wenigen Tagen auf einen sehr straffen Spielplan im Saisonendspurt einstellen. Immerhin ein Rückkehrer konnte begrüßt werden.

Hertha: Richtige Belastung für „Monsterprogramm“ finden

Nach 14 Tagen zu Hause konnten die Spieler von Hertha BSC wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren. Nach mehreren positiven Corona-Befunden mussten sich Mannschaft und Trainerteam der Berliner in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Die damit verpassten Ligaspiele wurden verlegt – nun wartet ein Restprogramm von sechs Spielen in 20 Tagen auf Hertha. Begrüßt wurde der Mannschaftskreis am Freitag von einem „Kämpfen und Siegen für Hertha!“-Banner der Fans. Extra-Motivation für das „Monsterprogramm“, wie Sami Khedira (34) den Spielplan bezeichnete. „Es ist ein sehr schönes Gefühl, wieder auf dem grünen Rasen zu stehen. Jeder Fußballer braucht das“, so Trainer Pal Dardai (45). „Die Jungs haben in der Quarantäne vorbildlich gearbeitet. Wir wollen die Mannschaft am Montag topfit ins Spiel schicken, sie soll in der Lage sein, in Mainz eine gute Leistung abzurufen.“

 

Bis zum Spiel am Montagabend gegen Mainz 05 ist viel zu tun. In der Quarantäne konnten die Spieler sich nur begrenzt fit halten, fußballspezifisches Training und Taktik-Arbeit war kaum möglich. „Die Phase war nicht ganz einfach, aber wir haben in den zwei Wochen professionell gearbeitet. Das Trainerteam hat großartige Arbeit geleistet, wir haben uns immer gegenseitig motiviert“, berichtete Khedira. Das Mannschaftstraining auf dem Fußballplatz kann aber natürlich nicht ersetzt werden. „Ein Training auf dem Platz oder ein Spiel kann man körperlich nie ganz simulieren, aber wir haben in puncto Laufarbeit, Kraft und Sprinttraining so gearbeitet, dass wir das Level gehalten haben.“

Trainer Dardai erklärt: „Die Situation ist neu für uns alle. Jetzt braucht es neben den wissenschaftlichen Daten auch ein gutes Bauchgefühl und ein gewisses Näschen, um bei jedem Spieler die richtige Belastung auf dem Platz zu wählen.“ Zwischen den kommenden vier Ligaspiele haben die Blau-Weißen jeweils nur drei Tage Pause.

Boyata ist zurück – Plattenhardt und Lukebakio fehlen noch

Coach Dardai hat bereits nachgerechnet, wie Hertha den Klassenerhalt packen wird. „Wir brauchen aus den Nachholspielen mindestens vier Punkte, um nicht mehr auf dem Abstiegsplatz zu stehen“, so der 34-Jährige. „Alles liegt in unserer Hand, wir entscheiden über unsere Zukunft, und solange das so ist, ist alles ok.“ Laut Routinier Khedira müsse man „mit Freude an die Sache herangehen, hart arbeiten und den Fans zeigen, dass wir alles für den Verein und den Klassenerhalt geben.“ Hertha spiele gegen die direkten Konkurrenten. Diese Partien seien entscheidend, „die müssen wir gewinnen.“

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Zuversicht könnte die Rückkehr von Kapitän Dedryck Boyata (30) geben. Der Innenverteidiger fehlte den Berlinern verletzungsbedingt seit dem 14. Spieltag, konnte nun aber wieder voll mit der Mannschaft trainieren. Eduard Löwen (24) konnte nach Muskelproblemen zumindest wieder auf Rasen trainieren, wenn auch individuell. Marvin Plattenhardt (29) und Dodi Lukebakio (23) fehlten hingegen nach ihren Corona-Erkrankungen. Für Luca Netz (17, Fußbruch) und Rune Jarstein (36, Corona-Erkrankung) ist die Saison allerdings schon beendet.

Foto: xMatthiasxKochx/IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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