Niko Kovac: Ausgerechnet in Frankfurt muss der Auftakt zur Wende her

Kovac Wolfsburg
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Im Sommer verpflichtete der VfL Wolfsburg Niko Kovac als neuen Cheftrainer. Dieser war gerade erst ein gutes halbes Jahr nach seiner Entlassung bei der AS Monaco ohne Anstellung. Kovac sollte frischen Wind nach Wolfsburg bringen. 

Fünf Spiele später herrscht Ernüchterung. Es wurde noch kein Ligaspiel gewonnen, zuletzt waren auch nicht mehr als solide Ansätze erkennbar. Noch weiß niemand so richtig, was für einen Fußball die Niedersachsen eigentlich spielen wollen. Das kann zu einem Problem werden.

Noch keine akute Unruhe um Kovac in Wolfsburg

Es ist einigermaßen ruhig in Wolfsburg, noch ist es das zumindest. Es gibt einen Punkt, an dem die Medienlandschaft auch beim niedersächsischen Klub, der nicht immer so sehr im Fokus steht wie die ganz großen Namen in der Bundesliga, kritische Fragen stellt, den Druck erhöht. Dieser Punkt scheint nicht mehr allzu weit entfernt zu sein. Fünf Spiele, kein Sieg, nur zwei verschiedene Torschützen und kaum Kontinuität auf dem Platz: Das hatte sich der VfL anders vorgestellt, als Niko Kovac (50) im Sommer zum Cheftrainer ernannt wurde.



Der Kader wurde mit Spielern wie Kilian Fischer (21), Bartol Franjic (22), Mattias Svanberg (23) oder Jakub Kaminski (20) verstärkt, das Durchschnittsalter gesenkt. Der ganz große Druck herrschte nicht einmal, denn Wolfsburg kam aus einer schwachen Saison, spielt nicht international. Woche für Woche kann sich die Mannschaft auf ihre Aufgaben vorbereiten. Geholfen hat das bisher aber nicht. Am Horizont schon deutlich erkennbar ist eine Länderspielphase, die ab dem 19. September stattfindet. Häufig ist das eine Gelegenheit für die Klubs, eine Veränderung auf dem Trainerposten vorzunehmen. 

Kovac braucht Anzeichen einer Trendwende

So langsam, aber sicher muss sich beim VfL Wolfsburg auf dem Platz eine Trendwende zeigen. Sechs Punkte zu fordern wäre angesichts der Aufgaben in Frankfurt und beim FC Union vor der Länderspielpause wohl vermessen, das wissen auch die Verantwortlichen. Eine deutlich bessere Leistung, mehr Kompaktheit und mehr Struktur als beim 2:4 gegen Köln sollten aber allemal realistische Forderungen sein. Und ohne einen Sieg in diesen beiden Spielen stecken die Wölfe schnell schon wieder im Abstiegskampf.

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Ausgerechnet jetzt geht es also nach Frankfurt, dem Klub, bei dem Kovac in der Bundesliga Erfolge feierte und mit dem er vor seinem Wechsel zum FC Bayern auch noch den DFB-Pokal gewann. Kurioserweise ist das auch genau der Gegner, der für die Kovac-Entlassung beim Rekordmeister sorgte, als die Hessen mit 5:1 gewannen. Nun scheint ein 1:5 gegen eine Frankfurter Elf, die gerade ein Spiel in der Königsklasse hinter sich hat, nicht sehr wahrscheinlich, lädt der VfL die Offensive aber so ein wie die der Kölner, könnte es zumindest einen sehr frustrierenden Nachmittag für die Niedersachsen geben. Und im Nachgang auch für Kovac frustrierend werden. Ausgerechnet in Frankfurt.

(Photo by Cathrin Mueller/Getty Images)

Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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