Trotz Verlust: Eintracht Frankfurt nicht auf Spielerverkäufe angewiesen

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News | Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt steuert laut Finanzvorstand Oliver Frankenbach auf einen Verlust in Höhe von 45 Millionen Euro zu. Nichtsdestotrotz seien die Hessen „sehr gut gewappnet“. 

Eintracht Frankfurt trotz Verlust „sehr gut gewappnet“

Eintracht Frankfurt steuert auf einen Umsatzrückgang von 280 auf 150 Millionen Euro sowie einen Verlust von 45 Millionen Euro zu. Das gab Finanzvorstand Oliver Frankenbach bei einem Gespräch mit den vereinseigenen Medien bekannt. Trotz dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie verbuchten die Hessen 2019/2020 noch einen Gewinn in Höhe von 19 Millionen Euro: „Das beste Ergebnis in der Geschichte von Eintracht Frankfurt. Wir konnten genügend Speck ansammeln, um uns durch die Pandemie zu manövrieren“, so Frankenbach.



Angesichts der Coronavirus-Krise und daher ausbleibenden Einnahmen, musste auch Eintracht Frankfurt 2020/2021 einige Maßnahmen treffen. Neben der Beantragung einer Landesbürgschaft und einem Finanzierungsmodell beim Verkauf von Sébastien Haller an West Ham United, gehörte dazu auch eine Kreditlinienerweiterung.  „Wir sind durchaus stolz darauf, die Eintracht so aufzustellen, dass sie auch für die kommende Saison wirtschaftlich sehr gut gewappnet ist“, betonte Frankenbach. Das Eigenkapital werde demnach bei 33 Millionen Euro liegen.

Eintracht Frankfurt nicht auf Spielerverkäufe angewiesen

Einnahmen aus dem Europapokal wurden bei den Planungen für die neue Spielzeit nicht berücksichtigt. „Die Champions, Europa wie auch Conference League werden neben den Kosten auch zusätzliche Einnahmen mit sich bringen, die wir investieren können. Abhängig vom Wettbewerb in die Mannschaft, aber auch in außersportliche Felder oder in die Rückführung von Fremdkapital“, erklärte Frankenbach und ergänzte: „In der Champions League wäre in der Gruppenphase mit 20 Millionen Euro zu rechnen, in der Europa League mit zehn Millionen Euro. Und auch in der Conference League würden wir bei 7,5 Millionen Euro landen. Alles jeweils allein in der Gruppenphase, ohne Erfolgsprämien und mit Zuschauern.“

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Die beste Nachricht aus sportlicher Sicht: Leistungsträger müssen nicht verkauft werden. „Wir sind nicht gezwungen, Transfererlöse zu erzielen“, zitiert der Kicker Oliver Frankenbach. Sogar auf den schlimmsten Fall ist man in Frankfurt vorbereitet: „Wir könnten eine komplette weitere Saison ohne Zuschauer überstehen. Allerdings müssten wir dann wieder über teilweise zusätzliches Fremdkapital und einen Gehaltsverzicht sprechen. Wir haben ein Konzept, welches umsetzbar wäre. Nichtsdestotrotz glaube ich nicht, dass wir nochmal eine ganze Saison ohne Zuschauer erleben werden. Das würde nicht nur dem Profifußball extrem schaden, sondern dem Profi- und Amateursport generell. Für Sportarten, die auf das Zuschauererlebnis ausgelegt sind, wäre das nicht nur eine wirtschaftliche, sondern nicht zuletzt auch eine emotionale Katastrophe“, erklärte der Finanzvorstand.

Photo: Jan Huebner/ Imago

 

 

 

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