EM 2021 | Kane, Mbappe, Ronaldo & co.: Wer wird Torschützenkönig?

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Spotlight | Die EM 2021 steht vor der Tür und einige Topstars wollen diesem Turnier ihren Stempel aufdrücken. Dazu gehören insbesondere die Stürmer. Einige Angreifer haben die Chance, das Turnier im Sommer als bester Torschütze zu beenden. 

  • Kane, Mbappe, Ronaldo & co.: Torjäger im Fokus
  • Wer setzt sich die Krone als bester Torschütze auf?
  • Griezmann gewann diese Auszeichnung bei der EM 2016

EM 2021: Wer folgt auf Griezmann?

Antoine Griezmann war 2016 der beste Schütze im Wettbewerb, 2012 teilten sich Mario Mandzukic, Mario Gomez und weitere Spieler diese Auszeichnung. 2008 dominierte David Villa, 2004 war es Milan Baros. Die Frage ist: Welcher Angreifer (oder Spieler) erzielt bei der EM 2021 die meisten Tore? Auswahl gibt es genug, einige Hochkaräter sind nominiert. Wir werfen vorab einen Blick auf die aussichtsreichsten Kandidaten. 

Harry Kane (27, England, Tottenham)

Er ist einer der besten Stürmer der Welt: Harry Kane. Mit 27 Jahren befindet er sich in der wohl besten Form seiner Karriere – und das sieht man auch. In der abgelaufenen Saison 2020/21 schaffte es Kane, gleich 50 Torbeteiligungen hinzulegen. Und das, obwohl Tottenham alles andere als eine gute Saison absolvierte. Er ist der Fixpunkt seiner Mannschaft, will im Sommer wechseln, vorher aber eine gute EM 2021 spielen. Seine Bilanz im Trikot der Nationalelf: 53 Spiele, 34 Tore. Individuell ist er sicher einer der heißesten Kandidaten auf die Torjägerkrone, insbesondere mit Spielern wie Jadon Sancho oder Phil Foden (beide 21), die ihn „beliefern“.

Doch trotzdem gibt es leise Zweifel, ob Kane zum besten Torschützen der Europameisterschaft wird. Denn oft wurde England hoch gehandelt, oft war das frühe Aus die Folge. Auch diesmal stehen die Vorzeichen für die „Three Lions“ sehr gut, trotzdem müssen die Engländer einige offene Fragen beantworten. Gelingt das, dann ist Kane natürlich ein heißer Kandidat für den Titel des besten Torschützen. Diesen sicherte er sich zudem bereits bei der WM 2018 in Russland.

Kylian Mbappe (22, Frankreich, PSG)

Mit 22 Jahren ist Kylian Mbappe bereits seit einigen Jahren auf der ganz großen Bühne unterwegs. Mit der AS Monaco marschierte er bis in das Halbfinale der Champions League, ehe der Wechsel zum Branchenprimus in Frankreich erfolgte. Mbappe wird besser und besser, schießt Tor um Tor und verblüfft immer wieder mit seiner extrem starken Mischung aus Geschwindigkeit, Ballkontrolle und Dynamik.

Auch seine Bilanz 2020/21 ist fulminant. 47 Pflichtspiele, 42 Tore und elf Vorlagen. Mbappe spielte wieder einmal sensationell, ist einmal in Fahrt kaum aufzuhalten. Bei der französischen Auswahl hat er zudem kongeniale Sturmpartner, sei es ein Kingsley Coman (24) auf dem Flügel, einen kombinationsstarken Rückkehrer wie Karim Benzema (33) oder einen Antoine Griezmann (30), der 2016 Torschützenkönig würde. Was für Frankreich ein Vorteil ist, kann sich natürlich auf Mbappe und seine Chancen auf einen Platz an der Spitze der Torjägerliste auswirken: Frankreich ist unberechenbar und vielseitig. 

Cristiano Ronaldo (36, Portugal, Juventus)

Ein Spieler darf bei der Auflistung der möglichen Torschützenkönige natürlich nicht fehlen. Cristiano Ronaldo ist auch im, salopp ausgedrückt, gehobenen Fußballalter ein absoluter Weltklasseathlet. Und das stellt er gerne zur Schau. Das große Spektakel bietet er nicht mehr Woche für Woche, aber die Effizienz, ein enorm präziser Abschluss und eine Athletik, die er gekonnt einzusetzen weiß, sind natürlich geblieben. 36 Saisontore lügen nicht, Ronaldo ist noch immer eine Abschlussmaschine.

EM 2021

Photo by Imago

Wie bei den anderen Kandidaten spielt natürlich auch beim 36-Jährigen eine Rolle, wie sein Team performt. Die gute Nachricht ist, dass Portugal zu den Teams gehört, die eine großartige Rolle spielen können. Und die Südeuropäer sind extrem spielstark. Renato Sanches (23), Sergio Oliveira (29), Bruno Fernandes (26), Bernardo Silva (26): Die Bandbreite an Zulieferern für Ronaldo ist immens. Portugal hat aber neben dem Topstar im Sturm auch noch Andre Silva (25), der eine herausragende Saison im Trikot von Eintracht Frankfurt hinter sich hat. Hier dürfte vor allem die Aufteilung im Sturm sehr interessant werden. 

Romelu Lukaku (27, Belgien, Inter)

Romelu Lukaku hat eine der besten Spielzeiten in seiner Karriere hinter sich. Für Inter war er stets unverzichtbar. Seine explosive Mischung aus ungeheurer Wucht und Dynamik gemeinsam mit einer deutlich verbesserten Spielintelligenz machen den Angreifer zu einem der besten Stürmer der Welt. Der Titel in der Serie A war folgerichtig, darauf basierend wurde Lukaku jüngst zum besten Spieler der Saison gekürt. Nun soll mit dem Weltranglistenersten, der „goldenen Generation“ im belgischen Fußball, auch bei der EM 2021 gezeigt werden, was für eine Klasse diese Mannschaft hat.

Belgien hat mit Dänemark, Russland und Finnland eine vergleichsweise „leichte“ Gruppe. Und Lukaku hat mit Kevin de Bruyne (29), Dries Mertens (34), Yannick Carrasco (27), Eden Hazard (30) und co. genau die Spielertypen an seiner Seite, die er benötigt, um eine sehr starke Europameisterschaft zu spielen. Das größte Plus bei Lukaku ist wohl, dass er vor allem in Sachen Spielintelligenz und Entscheidungsfindung noch dazugelernt hat. Er ist noch schwerer aufzuhalten, noch kompletter und hat noch mehr Selbstvertrauen.

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Robert Lewandowski (32, Polen, FC Bayern)

Zugegeben, die polnische Nationalmannschaft gehört nicht zu den Topfavoriten auf den Titel bei der EM 2021. Aber Robert Lewandowski muss man auch auf der Liste haben, wenn es um die besten Torjäger des Turniers geht. Denn der Stürmer des FC Bayern ist in der Lage, auch einmal mit 2-3 Toren ein einziges Spiel auf den Kopf zu stellen. Lewandowski ist fit, hochmotiviert und im Gegensatz zu den anderen Kandidat schon sehr der Zielspieler seiner Mannschaft.

Lewandowski FC Bayern

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Und ein Angreifer, der in der Lage war, den Rekord von Gerd Müller zu knacken, kann auch bei einem solchen Turnier eine furiose Zeit hinlegen. Darüber hinaus ist es vorstellbar, dass die polnische Auswahl zumindest noch ein viertes Spiel nach der Gruppenphase bekommt. Spanien, Slowakei und Schweden als Gegner sind nicht angenehm, aber auf keinen Fall unpackbar.

Memphis Depay (27, Niederlande, Olympique Lyon)

Der letzte Spieler im Bunde ist Memphis Depay. Der Niederländer, den es im Sommer sehr wahrscheinlich von OL zum FC Barcelona zieht, ist der Freigeist in der Offensive von „Oranje“. Bei der „Elftal“ ist es nicht etwa Wout Weghorst (28) vom VfL Wolfsburg, dem in diesem Turnier sehr viel zugetraut werden kann, sondern Depay. Und das hat mehrere Gründe. Einerseits ist das Spiel der Niederlande so fluide, dass Depay gerne auch einmal im Zentrum auftaucht, anderseits ist der Offensivspieler in einer derart guten Form, dass ihm alles zuzutrauen ist.

22 Tore und zwölf Vorlagen, das sind die Zahlen der bisher wohl beeindruckendsten Saison des 27-Jährigen. Zudem spielte er mit Lyon nicht im internationalen Wettbewerb und sollte noch den ein oder anderen Prozentpunkt im Resttank haben. Der größte Bonus könnte (!) aber in der Gruppe von Oranje liegen. Denn die Gegner lauten Österreich, Ukraine und Nordmazedonien. Kaum ein Team hat die Favoritenrolle derart deutlich inne wie die Niederlande. Und das könnte zum Faktor für Memphis Depay werden.

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Manuel Behlert

Vom Spitzenfußball bis zum 17-jährigen Nachwuchstalent aus Dänemark: Manu interessiert sich für alle Facetten im Weltfußball. Seit 2017 im 90PLUS-Team. Lässt sich vor allem von sehenswertem Offensivfußball begeistern.

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