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90PLUS » Bei Deschamps-Comeback: Frankreich überrollt Schweden und steht im Achtelfinale
Fußball NewsWM 2026

Bei Deschamps-Comeback: Frankreich überrollt Schweden und steht im Achtelfinale

Cedric Greh
01.07.26, 00:54
Cedric Greh
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Frankreich
Foto: Getty Images

Aus deutscher Sicht mittlerweile leider ohne die ganz große Brisanz, dennoch ein interessantes Duell: Am späten Dienstagabend startete Top-Favorit Frankreich gegen Schweden in die K.O.-Phase der Weltmeisterschaft. Im ersten rein europäischen Duell des Sechzehntelfinals waren die Rollen klar verteilt. Alles andere als ein ungefährdeter Erfolg für die Équipe Tricolore käme einer großen Überraschung gleich. 

Frankreich konnte in East Rutherford wieder auf einen ganz wichtigen Mann bauen. Trainer Didier Deschamps kehrte zurück an die Seitenlinie, das letzte Gruppenspiel gegen Norwegen hatte der 57-Jährige aufgrund dem Tod seiner Mutter verpasst. Im Vergleich zum Duell gegen Haaland und Co. rotierten Lacroix, Koné und Doué auf die Bank, dafür starteten Saliba, Digne, Rabiot und Barcola.

Les Bleus hatten sich in der Gruppenphase durchaus torhungrig präsentiert und insgesamt zehn Treffer erzielt. Den ersten offensiven Akzent der Partie setzten allerdings die Schweden. Der Abschluss von Alexander Isak stellte Mike Maignan jedoch vor keine großen Probleme. Selbiges galt für Schweden-Keeper Jacob Zetterström beim Versuch von Mbappé aus der zweiten Reihe (15.).

Frankreich dreht auf, Mbappé bricht den Bann

Frankreich wurde in der Folge besser und erarbeitete sich durch ein starkes Solo von Barcola über den halben Platz die vorerst beste Chance des Spiels. Der Versuch des Linksaußen rauschte knapp über die Latte (19.). Kurz darauf wurde ein vermeintlicher Treffer von Mbappé aufgrund einer Abseitsstellung zurückgenommen. Schweden geriet zunehmend unter Druck. Rabiot scheiterte aus halblinker Position am Fuß von Zetterström, Mbappé traf nach Hereingabe von Koundé den Pfosten (31.).

Von nun an gab es Abschlüsse im Minutentakt. Der Beste und Schönste kam von Bayern-Star Michael Olise, der aus 16 Metern per Seitfallzieher ebenfalls das Aluminium testete (35.). Den Treffer hätte sich der Bundesliga-Assistkönig einrahmen können. Schwedens Widerstand bröckelte immer mehr und brach wenig später zusammen. Nach einer kurzen Ecke tankte sich Mbappé im Sechzehner dynamisch durch und schloss trocken in die lange Ecke zur mehr als verdienten französischen Führung ab (45.). Schweden konnte selbst nochmal durch Eliot Stroud gefährlich vors Tor kommen, dann war aber zunächst Pause. In einem unterhaltsamen Spiel, das etwas Anlaufzeit benötigt hatte, war trotz der französischen Halbzeitführung noch nichts entschieden.

Kylian Mbappé
Foto: Getty Images

Wer allerdings erwartet hatte, dass Frankreich durch den Pausentee etwas eingeschläfert wurde, musste sich eines Besseren belehren lassen. Nach Balleroberung im Mittelfeld setzte Aurelien Tchouameni Olise in Szene. Kurz vor dem Sechzehner steckte der Münchner durch auf Barcola. Frei vor Zetterström gab sich der Flügelstürmer von PSG keine Blöße und vollstreckte trocken links halbhoch zum 2:0 (53.).

Frankreich zeigt in Halbzeit Zwei eine Machtdemonstration

Frankreich sorgte für klare Verhältnisse und ließ den Ball in der Folge weitestgehend ungefährdet zirkulieren. Schweden kam kaum in eigene Ballbesitzphasen. Les Bleus setzte immer wieder Nadelstiche, Olise verpasste aber gleich zweimal nach einem Konter den dritten Treffer (65.).

Der ließ anschließend aber nicht mehr lange auf sich warten. Erneut trat Olise als Vorlagengeber in Erscheinung, seinen Steckpass verwertete Mbappé per feinem Schlenzer ins lange Eck zur endgültigen Vorentscheidung (74.). Der Kapitän zog durch seinen zweiten Tagestreffer mit Lionel Messi in der Turnier-Torschützenkönig-Rangliste gleich (beide sechs Treffer) und verkürzte den Abstand auf den Argentinier in der ewigen WM-Torschützenliste auf ein Tor (18 zu 19 Treffern).

Danach prägten viele Wechsel das Spiel, die Partie plätscherte dem Ende hingegen. Barcola verpasste es, das Ergebnis noch weiter in die Höhe zu treiben (82.), Viktor Gyökeres blieb der Ehrentreffer verwehrt (89.). Dann war Schluss im MetLife-Stadium. Frankreich zieht souverän und völlig verdient ins Achtelfinale ein und trifft dort auf Deutschland-Bezwinger Paraguay. Schweden verkaufte sich phasenweise teuer, hatte aber letztendlich Les Bleus nicht viel entgegenzusetzen. Nach vier Spielen endet damit die WM-Reise des Teams von Graham Potter in der Runde der letzten 32.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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