Sergio Ramos steht offenbar vor einer spektakulären Rückkehr zum FC Sevilla. Diesmal allerdings nicht als Spieler, sondern in neuer Rolle abseits des Rasens. Wie Fabrizio Romano berichtet, hat der ehemalige spanische Nationalspieler den Prozess zum Kauf des Vereins abgeschlossen und soll neuer Klubbesitzer werden. Offizielle sowie juristische Schritte stünden demnach noch aus, ehe der Deal endgültig verkündet werden kann.
Die Nachricht hätte für den Verein und die Stadt Sevilla eine enorme Symbolkraft. Ramos wurde in Camas, einem Vorort der andalusischen Metropole, geboren und stammt aus der Jugend des FC Sevilla. Bereits in jungen Jahren galt er als eines der größten Talente des Klubs, ehe er 2005 für 27 Millionen Euro zu Real Madrid wechselte und dort zu einem der gefürchtesten und besten Innenverteidiger der Welt aufstieg.
Ramos und Sevilla: Eine besondere Geschichte
Auch nach seiner großen Karriere in Madrid riss die Verbindung zu Sevilla nie ganz ab. 2023 kehrte Ramos nach seiner Zeit bei Paris Saint Germain noch einmal zu seinem Heimatklub zurück, absolvierte dort eine weitere Saison im rot-weißen Trikot und ließ seine Karriere anschließend in Monterrey ausklingen. Seit dem 1. Januar ist der Innenverteidiger vereinslos. Insgesamt lief Ramos 87-mal für Sevilla auf. Dabei gelangen ihm zehn Tore und eine Vorlage.
Der Verein befindet sich nach einer enttäuschenden Saison nur auf Rang 13 und steht damit vor einer ungewissen Zukunft. Umso größer wäre die Hoffnungen bei einem Einstieg von Sergio Ramos, der dem Klub nun abseits des Platzes neue Stabilität geben könnte.
Nach den vorliegenden Informationen wurde die Einigung bereits zwischen Ramos Investmentgruppe Five Eleven Capital und den aktuellen Mehrheitseignern des Vereins erzielt. Entscheidende Differenzen sollen bei einem Schlüsselgespräch am vergangenen Montag ausgeräumt worden sein. An dem Treffen nahmen neben Ramos auch dessen Anwälte, Familienmitglieder sowie Vertreter der Anteilseigner von Sevilla teil.
Damit bekamen die ohnehin schon weit fortgeschrittenen Verhandlungen offenbar den letzten Schub. Ziel der Gespräche soll vor allem gewesen sein, den institutionellen Übergang des Klubs geordnet und verlässlich vorzubereiten. Die offizielle Verkündung wird in den kommenden Tagen erwartet, sobald die letzten juristischen Klauseln geprüft worden sind.

