Barcelona | Pjanic klagt über Koeman: „Er hat mich nie respektiert“

Miralem Pjanic im Trikot des FC Barcelona
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News | Miralem Pjanic schloss sich via Leihe Besiktas an. In einem Interview sprach er über seine neue Aufgabe und blickte auf seine enttäuschende Zeit beim FC Barcelona zurück.

Pjanic über seinen Abgang: „Ich konnte so eine Situation nicht akzeptieren“

Miralem Pjanic (31)  verließ den FC Barcelona nach nur einem Jahr. Leihweise läuft er nun für Besiktas auf. Kurz nach Abschluss des Wechsels äußerte er sich gegenüber der Marca positiv gestimmt: „Ich bin sehr glücklich motiviert. Alles lief großartig.“  In der vergangenen Spielzeit nahm der Bosnier dagegen häufig auf er Ersatzbank Platz. Im Sommer teilten ihm die Katalanen sogar mit, dass er sich einen neuen Verein suchen könne. Deshalb war ein Abgang die logische Konsequenz, wie der zentrale Mittelfeldspieler klarstellte: „Ich konnte eine Situation wie die, die ich letztes Jahr erlebt habe, nicht akzeptieren. Für mich war ganz klar, dass ich das nicht wollte, denn ich bin ein Fußballer, der immer gerne spielt, das macht mich glücklich.“

 

Dabei hatte sich Pjanic noch enorm über seinen Transfer nach Barcelona gefreut: „Ich mochte schon immer die Art und Weise, wie Barça gespielt hat, wenn ich sie beobachtet habe. Es ist klar, dass die Philosophie von Barça in den letzten Jahren an meinen Fußball und an das, was ich mag, angepasst wurde. Und als ich bei Barça war und die Spieler sah, wurde mir klar, dass es das war, wovon ich von außen geträumt hatte. Für mich war es immer ein großes Ziel, für einen Verein wie Barça zu spielen, aber ich habe nicht mit einer so komplizierten Situation gerechnet, in jeder Hinsicht.“ Dies betreffe nicht nur ihn als Spieler, sondern auch die Corona-Pandemie, die viele Dinge erschwert habe.

Zudem seien die Erwartungen hoch gewesen, da der Spielgestalter auf seinen vorherigen Stationen stets gute Leistungen gebracht habe. Dennoch sei er bereit gewesen, den Schritt zu wagen und eine neue Herausforderung anzunehmen. Allerdings sei Pjanic auf einen Trainer getroffen, den er nicht kannte – und mit dem er schließlich nicht zurechtkam. Insbesondere auf kommunikativer Ebene zweifelte er doch sehr an den Fähigkeiten von Ronald Koeman (58).

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„Koeman hatte einen Mangel an Respekt vor der Mannschaft“

Der momentan bei der Nationalmannschaft weilende Pjanic berichtete, dass ihm der Übungsleiter erklärt habe, dass er die gleichen Chancen besitze, wie jeder andere Spieler auch. Nur wenige Tage später habe Koeman seine Meinung geändert. Einen Grund dafür habe es nicht gegeben: „Es ist nie etwas Schlimmes zwischen uns passiert, weder im Training noch privat. Ich habe nicht wirklich eine Erklärung, um diese Fragen zu beantworten.“

Weiter führte der Zentrumsspieler aus: „Es ist eine sehr schwierige Situation, aber ich werde im Training kämpfen. Wenn ich hart trainieren kann, werde ich das tun, für mich, denn diese Person hier wird sich nie ändern. Das größte Problem am Trainer war der Mangel an Respekt vor der Mannschaft. Diejenigen, die nicht zum Einsatz kamen, absolvierten eine intensive Trainingseinheit, während sich die aktiven Spieler für das nächste Spiel erholen. Das Schlimme für mich ist, dass dieser Trainer nie da war, um die Einstellung der Spieler zu sehen, die nicht spielen.“ Aus Sicht von Pjanic sei eine der unschönsten Sachen gewesen, die er im Fußball je gesehen habe.

Abschließend zog er das Fazit, dass Koeman ihn nie respektiert habe. Eine Fortsetzung des Engagements in Barcelona könne sich der Mittelfeldspieler nach Ablauf seiner Leihe aber vorstellen: „Ich habe einen Vertrag, ich habe immer sehr gut über den Verein gesprochen, nur mit diesem Trainer habe ich kein Glück gehabt. Aber Barça wird immer ein großer Verein sein.“

(Photo: Imago/Jose Breton)

Yannick Lassmann

Rafael van der Vaart begeisterte ihn für den HSV. Durchlebte wenig Höhen sowie zahlreiche Tiefen mit seinem Verein und lernte den internationalen Fußball lieben. Dem VAR steht er mit tiefer Abneigung gegenüber. Seit 2021 bei 90Plus.

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