PSG | Pochettino: „Es ist so einfach mit Neymar“ – Mbappe „sehr reif“

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News | In England galt die Annahme, dass Mauricio Pochettino nicht mit Starspielern klarkommen würde, doch bei PSG beschreibt er sein Verhältnis zu Neymar und Kylian Mbappe als sehr gut. Der Trainer lobt die beiden Offensivspieler für den so leichten Umgang.

Pochettino: Neymar „sehr bescheiden“ – Vergleich mit Ronaldinho

Mit den Jahren bei Tottenham kamen immer mehr Stimmen dazu, die sagten, Mauricio Pochettino (49) wäre kein Trainer der absoluten Weltspitze. Der Grund: Der Argentinier könne nur mit jungen formbaren Spielern umgehen, mit Starspielern hätte er hingegen Probleme. Seit dem 2. Januar ist der 49-Jährige Trainer von Paris St. Germain und beweist dort bislang das Gegenteil. Denn: Seine Beziehung zu Spielern wie Neymar (29) oder Kylian Mbappe (22) scheint bislang ausgezeichnet zu sein.

„Es ist so einfach mit Neymar, weil man nicht allzu viel tun muss“, sagt Pochettino The Guardian. „Vom ersten Tag an war er sehr offen für die Arbeit. Er ist sehr bescheiden, er hört zu und nimmt alle Anweisungen immer sehr gut an.“ Brasilianische Spieler haben etwas Besonderes in sich, erklärte Pochettino. „Sie lieben es, Fußball zu spielen, weil es wie ein Tanz ist. Sie spielen, als ob sie tanzen würden. Ronaldinho war mein Mannschaftskamerad, als ich bei PSG spielte, und jetzt Neymar.“ Diese Spieler müssten sich gut und glücklich fühlen, um Topleistung abrufen zu können.

Pochettino: Mbappe „sehr reif, überzeugt von seinem Talent und offen“

Auch Kylian Mbappe soll laut Pochettino überaus pflegeleicht, darüber hinaus auch unglaublich wissbegierig sein. „Kylian liebt Fußball, er liebt es, über Fußball zu reden“, erzählt Pochettino. „Er fragt nach England – wie ist das Spiel, die Mentalität und die Kultur dort? – und auch über Spanien und Argentinien. Er schaut sich jeden Tag Spiele aus England, Frankreich, Italien und Deutschland an.“ Der Stürmer sei zwar erst 22 Jahre alt, „aber sehr reif, überzeugt von seinem Talent und offen. Er kann natürlich Französisch sprechen, aber auch perfekt Englisch und Spanisch. Ich spreche auf Englisch und Spanisch mit ihm – mehr Englisch als Spanisch.“

 

Mit Mbappe verbindet Pochettino bereits ein konkretes Erlebnis. „Vor dem Hinspiel in Barcelona habe ich ihm erzählt, dass ich dort einmal mit Espanyol gewonnen habe, und er sagte sehr ernst: ‚OK, morgen wird es das zweite Mal sein.“ Der Trainer fragte seinen Spieler, ob er sich sicher sei und er sagte: „‚Ja, mach dir keine Sorgen. Wir werden gewinnen.‘ Nach dem Spiel lachte er und sagte zu mir auf dem Spielfeld: ‚Ich habe es dir gesagt, ich habe es dir gesagt, ich habe es dir gesagt.'“ Nach dem Weiterkommen gegen den FC Barcelona hat PSG daraufhin auch den FC Bayern München schlagen können. Die Pariser stehen nun im Halbfinale der Champions League, am Mittwoch steigt das Hinspiel gegen Manchester City.

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„Das Ziel in den letzten 10 Jahren war es, die Champions League zu gewinnen, und der Klub arbeitet wirklich hart, um zu versuchen, dort zu sein und zu gewinnen“, sagt Pochettino. „Es ist dieser letzte Schritt, der immer der schwierigste ist. Wenn Sie sich an Tottenham erinnern, dann war der letzte Schritt immer der schwierigste. Aber Paris Saint-Germain ist da und jetzt geht es ums Gewinnen.“ Der Argentinier liebe es, „zu spüren, dass man jedes einzelne Spiel gewinnen muss.“ Pochettino, PSG, Neymar und Mbappe – es scheint bislang zu passen.

Foto: JBAutissier/Panoramic/IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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