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90PLUS » Eberl kritisiert DFB-Nachwuchsarbeit: „Nehmen Jungs zu schnell die Chance, sich zu entwickeln“
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Eberl kritisiert DFB-Nachwuchsarbeit: „Nehmen Jungs zu schnell die Chance, sich zu entwickeln“

Marc Schwitzky
02.01.23, 13:00
Marc Schwitzky
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eberl
(Photo by Ina Fassbender / AFP)

News | Nach dem Versagen der deutschen Nationalmannschaft bei den letzten drei Turnieren wird alles hinterfragt, auch die Nachwuchsarbeit des DFB. Max Eberl, Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig, fehlt die emotionale Komponente in der Ausbildung.

Eberl: DFB braucht „Spieler wie etwa Enzo Fernandez oder auch Rodrigo de Paul“

Zweimal hintereinander das Vorrunden-Aus bei einer Weltmeisterschaft, zwischendurch ein krampfig erreichtes EM-Achtelfinale; zusätzlich liegen die Sympathiewerte wohl auf einem Rekordtief – die deutsche Nationalmannschaft steckt vor der Heim-EM 2024 in einer ihrer größten Krisen. Folgerichtig wird aktuelles vieles beim DFB und deutschen Fußball im generellen kritisch hinterfragt, so auch die Nachwuchsarbeit. Max Eberl (49), Geschäftsführer Sport bei RB Leipzig, hat gegenüber dem kicker erklärt, was ihm an der Fußballausbildung in Deutschland missfällt.

„Ich glaube, dass wir in Deutschland herausragende Fußballspieler haben, aber wir wissen auch, dass wir sehr wichtige Spieler wie Manuel Neuer, Thomas Müller und Ilkay Gündogan verlieren werden“, so Eberl, der fordert: Wir brauchen Spieler wie etwa Enzo Fernandez oder auch Rodrigo de Paul bei den Argentiniern. Gute Fußballer, die mit totaler Hingabe und Teamfähigkeit agieren. Diese Gier, jeden einzelnen Zweikampf gewinnen zu wollen, ist bei uns ein Stück weit verloren gegangen.“ Er sähe das Problem, darin, dass man den jungen Spielern zu schnell die Chance nehme, „sich zu entwickeln, weil sie vielleicht technisch oder taktisch nicht so gut sind, aber dafür als Figur auf dem Platz oder in der Kabine eine herausragende Rolle spielen.“

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Eberl stellt klar: „Dieses Herz für die Sache sollten wir wieder mehr in den Mittelpunkt rücken. Die deutschen Tugenden wie Robustheit und Behauptungswillen haben wir zuletzt ein Stück wegentwickelt.“ Die Zeit liefe laut dem 49-Jährigen deutlich gegen den deutschen Fußball. „Wir werden erst in den nächsten 10 bis 15 Jahren sehen, was wir alles versäumt haben.“

(Photo by Ina Fassbender / AFP)

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