Liverpool | Klopp von mangelndem Interesse an Origi überrascht: „Offensichtlich schauen die Leute nicht genug Fußball!“

origi liverpool
UEFA CL/EL

News | Nachdem er am Mittwochabend ein gutes Spiel in der Champions League gegen die AC Milan zeigte, gab Jürgen Klopp zu, über das mangelnde Interesse an Liverpool-Stürmer Divock Origi im Sommer überrascht gewesen zu sein.

Klopp über Origi: „Die Leute vergessen, wie gut er ist“

Am vergangenen Mittwochabend überraschte Liverpool-Trainer Jürgen Klopp (54) in der Champions League gegen die AC Milan mit seiner Aufstellung. Im Dreiersturm stellte Klopp neben Mo Salah (29) und Diogo Jota (24) den zuletzt selten berücksichtigten Divock Origi (26) auf. Der belgische Stürmer hatte zuvor noch keine Pflichtspielminute in der Saison absolviert. In den letzten drei Ligaspielen stand er nicht einmal im Kader. Gegen Mailand durfte Origi aber starten. Er belohnte diese Entscheidung mit einer guten Leistung und dem sehenswerten Assist zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich.

 

„[Divock] hat ein schönes Spiel gemacht. Die Leute vergessen, wie gut er ist, es ist schwierig, in diese Mannschaft zu kommen“, lobte Klopp seinen Schützling nach dem 3:2-Sieg gegenpber BT Sport. Aufgrund seiner Wertschätzung für Origi war Klopp regelrecht überrascht, dass es im zurückliegenden Sommer keine Angebote für den 26-Jährigen gegeben habe. „Im Sommer-Transferfenster dachten wir alle, dass es ein ordentliches Angebot für ihn geben würde, aber offensichtlich schauen die Leute nicht genug Fußball“, so Klopp. „Er ist ein sensationeller Stürmer und hat heute wirklich gut gespielt.“

Origi laut Klopp eine „Legende“

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel fügte Klopp hinzu: „Er ist ein großartiger Kerl. Wenn er geht, wird man ihn als Legende betrachten. Er hätte schon im Sommer gehen können, aber der Fußball ist ein verrückter Ort und die Leute haben vergessen, wie gut er ist.“ Dass er zuletzt so selten gespielt hat, läge überhaupt nicht an Origi, sondern an dem so harten Konkurrenzkampf. „Es ist manchmal schwierig, in diese Mannschaft zu kommen, aber ich freue mich heute Abend wirklich für ihn.“

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Origi kam im Sommer 2014 für 12 Millionen Euro vom OSC Lille nach Liverpool. Seitdem hatte es der 29-fache Nationalspieler immer wieder schwer, sich durchzusetzen. Zweimal wurde Origi verliehen, unter anderen an den VfL Wolfsburg in der Saison 2017/18. In insgesamt 158 Spielen für die „Reds“ gelangen dem Stürmer 35 Tore und 15 Assists. Unvergessen bleibt seine Champions-League-Saison 2018/19, in der zweimal gegen den FC Barcelona traf und auch im Finale gegen Tottenham einmal netzte und so einen riesigen Anteil am Titel hatte.

Origis Vertrag an der Anfield Road ist noch bis zum Sommer 2022 gültig. Ob sie die Wege nach dann acht Jahren trennen werden, ist noch unklar.

Foto: xFrancescoxScaccianocex/IMAGO

Marc Schwitzky

Erst entfachte Marcelinho die Liebe zum Spiel, dann lieferte Jürgen Klopp die taktische Offenbarung nach. Freund des intensiven schnellen Spiels und der Talentförderung. Bundesliga-Experte und Wortspielakrobat. Seit 2020 im 90PLUS-Team.

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