Wessen Lauf endet? Manchester City empfängt die Wolverhampton Wanderers

Vorschau

Vorschau | Zum Start des 29. Spieltags der Premier League empfängt Tabellenführer Manchester City am Dienstagabend die Wolverhampton Wanderers. Während die Gastgeber kaum noch aufzuhalten sein dürften auf dem Weg zur Meisterschaft, dümpeln die Wolves im Mittelfeld herum.

Anpfiff der Partie ist am Dienstag, 21:00 Uhr, Live bei Sky.

  • Manchester City: Welche Schlüsse zieht Guardiola aus dem schwachen Spiel am Wochenende?
  • Wolverhampton: Geht der starke Lauf weiter?
  • Bleiben die Wolves der Angstgegner von Guardiola?

Manchester City

Die Skyblues dominieren im Moment nahezu nach Belieben. Seit Trainer Pep Guardiola (50) auf das neue, innovative System umgestellt hat, gab es für die Mannschaft aus dem Norden Englands wettbewerbsübergreifend 20 Siege in Folge bei einer Tordifferenz von 50:7. Zuletzt kam es dem geneigten Zuschauer so vor, als würden die Cityzens nicht einmal mit 100% spielen müssen um Mannschaften wie Borussia Mönchengladbach (2:0), die Tottenham Hotspur (3:0) oder den Everton FC (3:1) klar zu schlagen.

Das letzte Spiel gegen West Ham United (2:1) dürfte jedoch wieder für etwas Hoffnung bei den kommenden Gegnern sorgen. Denn der Tabellenführer war keineswegs so klar überlegen wie in den Spielen zuvor, mit etwas Glück hätten die Hammers durchaus gewinnen können, ein Remis wäre allemal verdient gewesen.

Zum besseren Verständnis des folgenden Textes empfehlen wir Ihnen unsere Analyse zum neuen taktischen System Manchester Citys

Der Grund dafür, dass die Mannschaft aus London so gut mithalten konnte, ist recht einfach zu finden. Guardiola stellte nicht wie zuletzt üblich Ruben Dias (23) in die Zentrale der Dreierkette, sondern John Stones (26). Dias spielte auf der linken Seite, die Dreierreihe bildeten also drei Rechtsfüßer. Wie abzusehen war, funktionierte dies vor allem im Spielaufbau überhaupt nicht, Dias konnte zu leicht auf seinen schwachen Fuß gedrängt werden. Auch defensiv zeigte Stones nicht die Qualitäten eines Abwehrchefs, die Dias so auszeichnen. Aus diesem Aufstellungsfehler dürfte Guardiola gelernt haben, Kyle Walker (30) und Stones dürften wir – sollten keine Ausfälle dazwischen kommen – wohl nicht mehr gemeinsam in der Startelf sehen. Derartige Ausfälle haben die Skyblues aktuell nicht zu beklagen, Ersatz-Innenverteidiger Nathan Ake (26) ist der einzige verletzte Spieler.

Wolverhampton Wanderers

Die Wolves scheinen allmählich in die Spur zu finden. Das Team von Trainer Nuno Espirito Santo (47) ist seit fünf Spielen ungeschlagen, drei davon konnte man für sich entscheiden. Dabei spielte vor allem die Defensive endlich wieder auf dem elitären Level, das man von der Mannschaft aus den West Midlands in den vergangenen beiden Jahren gewohnt war. Lediglich drei Gegentreffer musste Keeper Rui Patricio (33) hinnehmen.

Grund hierfür ist vor allem die Rückkehr zu einem System mit drei Innenverteidigern. Dieses System, das die Wolves in den letzten Jahren so stark gemacht hatte, gab Espirito Santo Mitte der Hinrunde zugunsten von mehr Offensivkraft auf, um den Ausfall des Starstürmers Raul Jimenez (29) verkraften zu können. Der einzig im Kader verbliebene Stürmer Fabio Silva (18) konnte den Mexikaner nicht annähernd gleichwertig ersetzen. Neben Jimenez fallen auch Innenverteidiger Willy Boly (30), Linksverteidiger Marcal (32) und Flügelspieler Daniel Podence (25) weiterhin aus.

Im Winter holte der Vorjahressiebte mit Willian Jose (29) einen weiteren Stürmer auf Leihbasis in den Kader. Der Brasilianer steht zwar nach sieben Spielen noch ohne Tor da, doch durch seine starke Technik und Spielintelligenz kann er seine Nebenleute Pedro Neto (20) und Adama Traore (24) fast so gut in Szene setzen, wie man es von Jimenez gewohnt ist. Ebenfalls sehr erfreulich für die Mannschaft von Espirito Santo ist, dass Ruben Neves (23) in den letzten Spielen seinen inneren Torjäger gefunden zu haben scheint. Der defensive Mittelfeldspieler traf in den fünf ungeschlagenen Spielen dreimal, zuletzt gegen Newcastle United (1:1) sogar per Kopf.

Prognose

Die Hausherren gehen als klarer Favorit in die Partie. Doch die Wolves sind dafür bekannt, ein unangenehmer Gegner sein zu können. Auch gegen Manchester City liest sich die Bilanz nicht schlecht: In den bisherigen fünf Ligaduellen seit der Amtsübernahme von Guardiola konnten beide Mannschaften zweimal gewinnen, eine Partie endete unentschieden.

 

Mögliche Aufstellungen:

Manchester City: Ederson – Walker, Dias, Laporte, Cancelo – Rodri, Gündogan, Silva – Sterling, Jesus, Foden

Wolverhampton: Patricio – Semedo, Dendoncker, Coady, Saiss, Castro – Neves, Moutinho – Neto, Jose, Traore

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(Photo by Clive Mason/Getty Images)

Lukas Heigl

Liebhaber des britischen Fußballs: Von Brighton über Reading und Wimbledon bis nach Inverness. Ist mehr für Spiele der dritten englischen Liga als für den Classico zu begeistern. Durch das Kommentatoren-Duo Galler/Menuge auch am französischen Fußball interessiert

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