Coppa Italia | Trostloses Hinspiel zwischen Milan und Inter

Arturo Vidal (Inter) Theo Hernandez (Milan) beim Kopfballduell in der Coppa Italia
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News | Im Hinspiel des Halbfinals der Coppa Italia zwischen der AC Milan und Inter Mailand blieb es über weite Strecken ereignislos. Am Ende trennten sich die Mannschaften torlos, das Rückspiel beginnt also bei Null.

Coppa Italia: Mittelfeldgeplänkel zwischen Inter und Milan

Milan blieb in der Liga diese Saison ungeschlagen im Mailänder Derby. Nach dem Unentschieden aus der Hinrunde (1:1) feierte die Mannschaft von Stefano Pioli in der Rückrunde einen 2:1-Sieg. In der Coppa Italia kam es nun erneut zum Aufeinandertreffen. Der amtierende italienische Meister Inter Mailand war dabei um Wiedergutmachung bemüht.

Die Anfangsphase der Partie kam etwas schläfrig daher. Bis zur ersten längeren Ballbesitzphase Milans dauerte es knapp zehn Minuten, allerdings fand diese auch nur in der eigenen Hälfte statt. Bis dahin war Inter die aktivere Mannschaft und versuchte es anfangs vor allem über die eigenen rechte Seite, wo Denzel Dumfries viele Ballkontakte hatte. Nach einem Einwurf des Niederländers ergab sich ein erster leichter Abschluss durch Hakan Calhanoglu. In der 10. Spielminute spielte Inter-Keeper Samir Handanovic einen sehr unpräzisen Pass Richtung Marceloa Brozovic, den Rade Krunic direkt zum Abschluss verwerten konnte. Handanovic machte seinen Fehler jedoch wieder gut und hielt Krunics Abschluss aus 16 Metern, der sonst unten rechts eingeschlagen hätte.

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Direkt danach hatte Milan seine nächste gute Chance. Linksverteidiger Theo Hernandez tankte sich mit seiner Geschwindigkeit durchs Zentrum, Handanovic war jedoch erneut zur Stelle. Zu diesem Zeitpunkt hatte Inter Glück, dass der Rivale keine dieser beiden guten Chancen nutzen konnte. Mitte der ersten Hälfte waren dann aber die Nerazzurri am Drücker. Edin Dzeko gleich mit zwei (Halb)-Chancen. Erst machte der Bosnier einen langen Ball fest und dribbelte auf der linken Seite bis an den Rand des Sechzehners. Sein Schuss wurde aber von Fikayo Tomori geblockt.

Edin Dzeko (Inter Mailand) im Dribbling gegen Fikayo Tomori

Photo: MIGUEL MEDINA/AFP via Getty Images/Imago

Kurz darauf stand der Angreifer nach einer Flanke zwei Meter vor dem Tor in der Luft. Innenverteidiger Alessio Romagnoli war es zu verdanken, dass der Ball nicht auf Dzekos Schädel landete. Es blieb bei einer torlosen ersten Hälfte, mit 0:0 ging es in die Pause.

Coppa Italia: Guter Beginn in Halbzeit zwei, schwaches Ende

Die zweite Hälfte startete deutlich temporeicher mit Chancen auf beiden Seiten. Erst köpfte Dzeko eine Flanke nur knapp über das Tor von Milan, anschließend fand Rafael Leao seinen Meister erneut in Inter-Keeper Handanovic. Zu großen Teilen versuchte Inter immer wieder über lange Bälle auf Dzeko vor das Tor zu kommen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Nach gut 70 Minuten wechselten beide Trainer fleißig durch. Auf Seiten von Inter kam Arturo Vidal für Nicolo Barella in die Partie, Alexis Sánchez für Lautaro Martínez. Milan wechselte gleich dreimal: Junior Messias für Alexis Saelemaekers, Brahim Diaz für Krunic und Ante Rebic für Rafael Leao.

Kurz darauf hatte der Kroate eine erste gute Szene, seine Rückgabe war aber zu kurz und nicht zu erreichen für Brahim Diaz. Nach vielversprechendem Beginn in der zweiten Hälfte plätscherte die Partie nun vor sich hin, es kam kaum noch zu nennenswerten Tormöglichkeiten. Mit einem 0:0 geht es also in das Rückspiel des Coppa-Italia-Halbfinals am 20. April. Dann wird es definitiv zu einer Entscheidung kommen. Bis dahin warten auf beide Mannschaften in der Liga einige schwierige Aufgaben. Milan bekommt es unter anderem mit der SSC Napoli zu tun. Inter hat neben dem Champions-League-Rückspiel auch die AC Florenz und Juventus Turin vor der Brust.

Photo: MIGUEL MEDINA/AFP via Getty Images/Imago

Sarom Siebenhaar

Die Oranje-Connection entfachte seine Leidenschaft für den HSV. Durch zahlreiche Tiefen schmecken die vereinzelten Höhen umso süßer. Schätzt attraktiven Offensivfußball genauso wie kämpferische Höchstleistungen. Internationaler Top-Fußball findet sich nicht nur in den Big Five. Seit 2021 bei 90PLUS.

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