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90PLUS » „Reformen erforderlich“: Neapel-Präsident mit düsterer Fußball-Prognose
Serie A

„Reformen erforderlich“: Neapel-Präsident mit düsterer Fußball-Prognose

Janis Kliesch
26.09.25, 16:50
Janis Kliesch
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Neapel-Präsident Aurelio De Laurentiis sitzt auf einem Podium
Foto: Getty Images

Für die SSC Neapel läuft es momentan sehr gut. In der vergangenen Saison hat sich das Team aus der Maradona-Stadt ein weiteres Mal zum italienischen Meister gekrönt. Auch der Start in die neue Spielzeit verlief positiv. Die Neapolitaner haben alle ihrer vier bisherigen Serie-A-Spiele gewonnen, weshalb man die Tabelle anführt. Keine andere Mannschaft konnte in Italien einen perfekten Auftakt hinlegen.

Es gibt aktuell also keinen Grund zur Sorge in Neapel – oder etwa doch? Klub-Boss Aurelio De Laurentiis sieht das anders. Der Funktionär hat dem Fußball jüngst eine düstere Prognose in Aussicht gestellt. Er prophezeit der Sportart den Untergang und fordert deshalb maßgebliche Reformen!

Neapel-Präsident: „Fußball ist dazu bestimmt, zu sterben“

Aurelio De Laurentiis (76) sorgt sich intensiv um die Zukunft des Fußballs. Das geht aus einem Artikel der Sport Bild hervor. Das Boulevard-Blatt zitiert den Präsidenten der SSC Neapel: „Zu viele Spiele, explodierende Schulden und eine von Institutionen statt von Vereinen kontrollierte Führung haben das System kaputt gemacht.“ Deshalb folgert der 76-Jährige: „Der Fußball ist dazu bestimmt, zu sterben. Es sind echte Reformen erforderlich.“

Neapel-Präsident Aurelio De Laurentiis
Foto: Getty Images

„So wie er derzeit in Italien und vielen anderen europäischen Ländern konzipiert ist, ist er zum Scheitern verurteilt, weil er die aktuellen Kosten nicht überleben und tragen kann“, führt De Laurentiis aus. Vor allem verliere der Fußball gegenwärtig auch seine junge Zielgruppe. Er erklärt, warum es Änderungen geben sollte: „Damit Kinder und Jugendliche nicht wie heute abgelenkt sind und nur die Highlights anschauen, weil sie während der Spiele herumspielen und keine Zeit haben, sich das anzuschauen, was sie als langsam und langweilig und als etwas aus der Vergangenheit betrachten.“

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Anschließend an dieses vernichtende Urteil liefert De Laurentiis auch Lösungsansätze. Er bedenkt, die Serie A auf 16 teilnehmende Mannschaften zu beschränken, sodass es weniger Spiele und möglicherweise mehr Qualität gibt. Außerdem fordert der Neapel-Präsident, dass alle Partien im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt werden. Trotz der dafür notwendigen Werbemittel im Programm, so denkt er, würde man dadurch etwaige Zuschauer wieder an den Sport binden, die durch das Aufkommen von Pay-TV-Sendern verloren gegangen sind. De Laurentiis arbeitet schon seit 2004 als Präsident der SSC und hat den Wandel des Sports somit hautnah miterlebt.

THEMENAurelio De LaurentiisSSC Neapel
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