FIFA erwägt Elfmeterschießen in Gruppenphase ab WM 2026

Die FIFA erwägt ein Elfmeterschießen in der Gruppenphase ab der WM 2026. Hier sieht man das Logo des Verbands.
WM 2022

News | Weil bei der nächsten WM das Teilnehmerfeld aufgestockt wird und sich somit der Modus der Gruppenphase ändert, erwägt die FIFA ein mögliches Elfmeterschießen bereits bei Gruppenspielen.

Elfmeterschießen soll Punktgleichheit vermeiden

An der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko werden 48 statt wie bisher 32 Nationen teilnehmen. Damit verbunden plant der Welt-Fußballverband eine Änderung des Modus in der Gruppenphase. In 16 Gruppen je drei Mannschaften soll dann ausgespielt werden, wer als Gruppenerster und -zweiter in das neu geschaffene Sechzehntelfinale einziehen wird. Weil bei Gruppen mit drei Mannschaften und nur zwei Spieltagen die Wahrscheinlichkeit einer Punktgleichheit aller drei Teams aber hoch ist, erwägt die FIFA nach einem Bericht von The Athletic nun die Einführung von Elfmeterschießen im Falle eines Unentschiedens in der Gruppenphase. Der Sieger des Elfmeterschießens würde dann einen zusätzlichen Punkt erhalten.



Diese Elfmeterschießen könnten vor oder nach der Partie ausgetragen werden. Vor allem nach der Partie bestände aber ein erhöhtes Risiko für Manipulation, wenn ein bestimmtes Ergebnis beiden Mannschaften zum Weiterkommen verhelfen würde. Eine zweite „Schande von Gijon“ wollte man bei der FIFA eigentlich verhindern, weshalb seit 1986 die letzten Gruppenspiele bei internationalen Turnieren immer zeitgleich stattfinden.

Entscheidung noch nicht getroffen

Wie sich die FIFA letztendlich entscheidet, ist noch unklar. Bereits 2017 sprach sich FIFA-Funktionär Marco van Basten für den Modus mit Elfmeterschießen aus. Und auch Trainer-Legende Ottmar Hitzfeld äußerte sich in der Vergangenheit positiv über die Idee. Er sagte, dass die Partien am dritten Spieltag der Gruppenphase meist sportlich unbedeutend sind, da sich die großen Mannschaften und Top-Favoriten ohnehin bereits davor qualifziert hätten. Ein Blick auf die aktuelle Fußball-Weltmeisterschaft in Katar bestätigt diese These nicht. Im Vorfeld des letzten Gruppenspieltags kämpften noch 27 verschiedene Mannschaften um 13 Plätze im Achtelfinale.

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Auch ein Beibehalten des jetzigen Modus mit vier Nationen je Gruppe ist noch nicht ganz vom Tisch. Der Nachteil dabei: Bei einem erhöhten Teilnehmerfeld könnte es für die Spitzenmannschaft noch leichter werden, die Gruppenphase zu überstehen.

(Photo by OZAN KOSE/AFP via Getty Images)

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