Michael Carrick führte Manchester United zurück in die Erfolgsspur und wird aller Voraussicht nach über den Sommer hinaus Cheftrainer bleiben.
Die Verantwortlichen zeigen sich nämlich von seinen Fähigkeiten überzeugt. Wie das in der Premier League bestens vernetzte Portal „The Athletic“ berichtete, werden Geschäftsführer Omar Berrada und Sportdirektor Jason Wilcox Mitigentümer Sir Jim Ratcliffe, der bei allen wichtigen Entscheidungen das letzte Wort besitzt. bei einem Meeting, den Vorschlag unterbreiten, auch zukünftig auf Carrick zu setzen.
Anschließend dürften die Gespräche über einen neuen Vertrag an Fahrt aufnehmen. Schon jetzt sei Carrick an den Sitzungen zur Planung für die neue Spielzeit beteiligt. Unter Spielern sowie Mitarbeitern herrsche längst die Erwartungshaltung, dass der im Januar als Interimscoach engagierte 44-Jährige seinen Posten behält. Sportlich lieferte er mit einem Punkteschnitt von 2,2 ein beeindruckendes Bewerbungsschreiben, was im Sprung von Rang sieben auf drei mündete.
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Carrick setzte sich gegen mehrere externe Kandidaten durch
Dieser ist Manchester United zwei Spieltage vor Saisonende kaum noch zu nehmen. Ein Punkt aus den Spielen gegen Nottingham Forest und Brighton würde bereits für Klarheit sorgen. Ohnehin steht schon fest, dass die Red Devils in die Champions League zurückkehren werden, weshalb die Bemühungen um Neuzugänge weiter an Fahrt aufnehmen können.
Die Besetzung der Trainerstelle spielt auch für die ein oder anderen potenzielle Neuverpflichtung eine zentrale Rolle. Sie dürfte nach Abwägung aller Optionen mit Carrick beantwortet werden. Zuvor habe Manchester United unter anderem Andoni Iraola, der beim AFC Bournemouth seit drei Jahren bemerkenswerte Arbeit leistet und im Sommer zu haben ist, in Betracht gezogen. Darüber hinaus galten auch Unai Emery (Aston Villa) oder der bei Crystal Palace zum Saisonende ausscheidende Oliver Glasner als Optionen.

Carrick überzeugte seit Amtsantritt mit einfachen Maßnahmen wie der Umstellung auf ein 4-2-3-1 mit Bruno Fernandes als Zehner auf ganzer Linie, ließ den unter seinem Vorgänger Rúben Amorim kaum berücksichtigten Kobbie Mainoo zu alter Stärke zurückkehren, genießt beim Team generell ein hohes Ansehen und kennt sich im Verein bestens aus. Schon als Spieler absolvierte er 464 Pflichtspiele für Manchester United. Ob er eine solch hohe Anzahl als Trainer ebenfalls erreichen kann, wird die Zukunft zeigen.
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