Erneuter Lookman-Treffer – Atalanta Bergamo springt nach Erfolg in Empoli auf Rang zwei

Serie A

News | Im Rahmen des 12. Spieltags der italienischen Serie A empfing der FC Empoli Atalanta Bergamo. In einer einseitigen Partie setzten sich die Gäste souverän mit 2:0 durch. Dabei erzielte Ex-Leipziger seinen bereits fünften Saisontreffer.

Hateboer steht bei Atalanta-Führung goldrichtig

Zur Mittagszeit wurde der Fußballsonntag in der Serie A im Stadion Carlo Castellani eingeläutet. Das favorisierte Atalanta Bergamo war zu Gast beim FC Empoli. Beide Teams wollten sich für Niederlagen am vergangenen Spieltag rehabilitieren. Zudem bot sich den Bergamasken die lukrative Perspektive, mit einem Dreier vorübergehend auf den zweiten Rang des Tableaus zu springen. Bei den Gastgebern, aktueller Tabellenzwölfter, reagierte Trainer Paolo Zanetti auf das 0:4 bei Juventus Turin mit vier personellen Veränderungen. Tyron Ebuehi, Liberato Cacace, Liam Henderson und Nedim Bajrami rückten für Fabiano Parisi, Petar Stojanovic, Nicolas Haas sowie Martin Satriano (alle Bank) in die Anfangsformation. Sein italienischer Landsmann Gian Piero Gasperini, der seine Elf im gewohnten 3-5-2 anordnete, setzte, im Vergleich zur 0:2-Heimpleite gegen Lazio Rom, derweil auf die frischen Kräfte Juan Musso, Rafael Toloi, Joakim Maehle, Ederson sowie den dänischen Youngster Rasmus Höjlund. Die Leitung der Partie übernahm der 31-jährige Unparteiische Giovanni Ayroldi.



Zu Beginn der Begegnung waren die Gastgeber forsch unterwegs. Nach einem Fauxpas des Bergamo-Verteidigers Giorgio Scalvini hatte Empolis erfahrener Angreifer Mattia Destro die erste Möglichkeit auf dem Fuß, doch sein listiger Lupfer landete auf dem Gehäuse der Norditaliener (7.). Das berüchtigte flüssige Kombinationsspiel der lombardischen Gäste kam erst in der Folge besser zur Geltung, wenngleich zumeist noch die letzte Genauigkeit fehlte. Mittelfeldakteur Ederson war bei seiner Dreifachchance kurz davor, die Nerazzurri in Front zu bringen, scheiterte aber an Torhüter Guglielmo Vicario respektive der vielbeinigen Defensive (16.). Die Empolesi konzentrierten sich in dieser Phase fast ausschließlich auf Umschaltaktionen. Zumeist fand das Spielgeschehen aber zwischen den Strafräumen statt, da beide Teams kaum gefährliche Räume anboten.

In der 32. Minute dann aber doch die Führung für La Dea. Der Schussversuch des Ex-Leipzigers Ademola Lookman wurde unglücklich zum Niederländer Hans Hateboer abgefälscht, sodass dieser nur noch einschieben musste. Sieben Zeigerumdrehungen später zeigte Referee Ayroldi, infolge eines Handspiels des Mittelstürmers Destro, auf den Elfmeterpunkt. Diese Möglichkeit ließ Atalantas Top-Torschütze Teun Koopmeiners allerdings kläglich verstreichen (39.).

Lookman macht den Deckel drauf

Wie in Durchgang eins hinterließ der FC Empoli auch zum Auftakt der zweiten Hälfte den etwas agileren Eindruck. Der Klub aus der Toskana schaffte es jedoch nur selten, wirklich zwingende Aktionen zu kreieren. 59 Minuten standen auf der Uhr, da präsentierten die Gäste einmal mehr ihre individuelle Klasse. Lookman dribbelte sich spielend leicht durch die Defensive der Heimmannschaft, fand die Lücke und vollendete mit einem trockenen Abschluss zum 2:0 für Atalanta Bergamo – sein bereits fünfter Saisontreffer. Fortan war der Widerstand der Gastgeber gebrochen. Gasperinis Männer bestimmten die Partie nun nach Belieben und hatten exemplarisch durch den quirligen Nigerianer Lookman die Chance, das Ergebnis sogar zu erhöhen (75.). Aufgrund einer korrekten Abseitsentscheidung wurde auch der letzte Empoli-Hoffnungsschimmer an diesem Tag ad acta gelegt (85.).

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Der FC Empoli empfängt am kommenden Samstag die US Sassuolo Calcio. Am frühen Abend steigt dann das Topspiel zwischen Atalanta Bergamo und der SSC Neapel.

(Photo by TIZIANA FABI/AFP via Getty Images)

Steven Busch

Die Außenristpässe eines Tomás Rosicky entfachten seinen Enthusiasmus für den Fußball und die Affinität zu den schwarzgelben Borussen aus dem Ruhrgebiet. WM-Held Mario Götze brach ihm mit dem Wechsel in den Süden der Republik einst sein Fanherz und der Glaube an die Fußballromantik musste leiden. Wenn sein persönlicher Traum von der professionellen Fußballkarriere schon platzen musste, entschied er sich dem Sport aus journalistisch-kritischer Perspektive erhalten zu bleiben.

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