FIFA nach eigenen Aussagen machtlos bei Veränderungen in Katar

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News | Die FIFA hat allen teilnehmenden Mannschaften der kommenden Weltmeisterschaft einen offenen Brief zukommen lassen, in dem sie erklärt, dass der Fußball nicht für globale Menschenrechtsprobleme verantwortlich gemacht werden sollte und keine politische Organisation sei.

FIFA besitzt nur begrenzte Macht bei globalen Fragen

Einem Bericht von The Athletic zufolge, hat die FIFA allen Teilnehmern der kommenden Weltmeisterschaft in Katar ein Schreiben zukommen lassen, in dem sie erklärt, dass der Fußball nicht für globale Menschenrechtsprobleme verantwortlich gemacht werden sollte.

Das offene Schreiben wurde von Präsident Gianni Infantino (52) und Generalsekretärin Fatma Samoura (60) verfasst und fordert, dass sich die Fußballwelt auf die kommende WM konzentrieren und den Fokus nicht zu sehr auf die Probleme in Katar legen soll. Die Vergabe des Turniers an den Wüstenstaat Katar ist für viele Experten immer noch ein Rätsel. Neben unpassenden klimatischen Bedingungen gibt es zahlreiche Kritikpunkte an den vorhandenen Menschenrechten. Die größten Diskussionspunkte sind dabei die Kriminalisierung von Homosexualität, die Behandlung von Wanderarbeitern und die Rechte der Frauen.

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Vor dem Eingang des FIFA-Schreibens forderten mehrere Nationalmannschaften öffentlich ein Zentrum für Wanderarbeiter, einen Entschädigungsfonds für Arbeiter und die Entkriminalisierung von Homosexualität im Gastgeberland der WM. Anfang dieser Woche wies der katarische Arbeitsminister die Forderung nach einem Entschädigungsfonds zurück und bezeichnete die Idee als ‚Publicity-Gag‘.

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The Athletic fand darüber hinaus sogar heraus, dass ein Zusammenschluss aus mehreren Mannschaften Anfang Oktober einen Brief an die FIFA und UEFA geschrieben hatten, in welchem sie die Verbände zu einer umfassenderen Unterstützung der Rechte von Gastarbeitern drängen wollte. Trotz der Veröffentlichung des Briefes von der FIFA, blieb das Schreiben unbeantwortet. Gianni Infantino stellte klar, dass der Weltverband keine politische Organisation sei und nicht moralisch handeln könnte, da die Organisation bei globalen Fragen nur eine begrenzte Macht besitzt.

(Photo by JEWEL SAMAD/AFP via Getty Images)

Joel Horz

Durch seine Adern fließt anstatt rot, schwarz und gelbes Blut. Der junge Mario Götze von 2010 entfachte in ihm die Leidenschaft für offensiven und technisch starken Fußball. Joel interessiert sich vor allem für Statistiken des Fußballs.

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