Im Vorfeld der WM 2026 wurde insbesondere der Auftritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann heiß diskutiert. Nun sprach der 38-Jährige über die Kritik zu seiner Person.
Am Sonntag startet die deutsche Nationalmannschaft in das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Um 19 Uhr geht es gegen WM-Neuling Curacao – ein Sieg ist Pflicht. Für Julian Nagelsmann und seine Mannschaft soll das Spiel der Auftakt einer erfolgreichen Weltmeisterschaft werden.
Gerade nach den Vorwochen geprägt von Diskussionen und Kritik rund um den deutschen Trainer und dessen Kader-Nominierung würde ein gelungener Auftakt der gesamten Nation wohl sehr gut tun. Nagelsmann sprach indes nun auch in der ARD-Dokumentation „WM-Wahnsinn und Titelträume“ über den Unmut einiger Menschen.
Nagelsmann spricht über Hassmails – auch Schlotterbeck teilt Erfahrungen
Klar ist für den 38-Jährigen in jedem Fall: Offen für Feedback sei er immer – nur wenn es beleidigend wird, geht es im schlichtweg zu weit. „Du wirst niemals allen gerecht werden. Wenn ich zwanzig E-Mails kriege, weil ich einen Kader nominiere, wo drinsteht: Ich wünsche Ihnen baldige Heilung, weil Sie geisteskrank sind, dann finde ich die Kritik ein bisschen schwierig“, so der ehemalige Bundesliga-Coach im Interview.
Derweil berichtet auch Nico Schlotterbeck, Innenverteidiger des BVB und in der DFB-Abwehrreihe gesetzt, über ähnliche Erfahrungen. „Das mediale Echo kann mit einem viel machen“, so der 26-Jährige, und blickt dabei auch auf ein vergangenes Turnier mit der deutschen Mannschaft zurück. „Nach der WM in Katar hatte ich lange damit zu kämpfen, das macht was mit einem Menschen.“

Damals war die DFB-Auswahl in der Vorrunde ausgeschieden – wie schon vier Jahre zuvor in Russland. Die vernichtende Kritik habe Schlotterbeck „über Tage, Wochen, Monate verfolgt“. Aber der Innenverteidiger stellte auch fest: „Ich bin als Mensch gereift.“

