Bundesliga-Vorschau Teil 6: RB Leipzig, Mainz 05, VfL Bochum

Bundesliga

Am 13. August startet die neue Saison in der Bundesliga, wenn Meister Bayern München bei Borussia Mönchengladbach gastiert. Im sechsten Teil unserer Vorschau auf die Saison 2021/22 beschäftigen wir uns mit RB Leipzig, dem FSV Mainz 05 und dem VfL Bochum. 

  • RB Leipzig auch mit neuem Trainer erfolgreich?
  • Mainz 05 hofft auf identischen Trend der Rückrunde!
  • Der VfL Bochum feiert sein Bundesliga-Comeback – aber auch erfolgreich?

Der erste Teil unserer Vorschau: SC Freiburg, VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen

Teil 2: Eintracht Frankfurt, Borussia Mönchengladbach, Greuther Fürth

Teil 3: VfL Wolfsburg, Hertha BSC, 1. FC Köln

Teil 4: FC Bayern, Union Berlin, FC Augsburg

Der fünfte Teil: Borussia Dortmund, TSG Hoffenheim, Arminia Bielefeld

RB Leipzig (Letzte Saison: 2. )

Auch in der vergangenen Saison spielte RB Leipzig wieder einer sehr gute Runde. Die Sachsen spielten sogar um die Deutsche Meisterschaft mit, patzten im Verlauf der Rückrunde aber ein paar Mal zu oft. So durfte aber am Ende der zweite Vizemeistertitel der Vereinsgeschichte „gefeiert“ werden und zudem die damit verbundene Qualifikation zur Champions League. In eben jenem Turnier absolvierten die „Roten Bullen“ zwar eine gute Gruppenphase, im Achtelfinale gegen den FC Liverpool zeigte man sich jedoch chancenlos und schied verdient aus. Besser lief es dagegen im DFB-Pokal. Doch auch in diesem Wettbewerb standen die Leipziger am Ende mit leeren Händen da. Nach der deutlichen 1:4-Niederlage gegen den BVB mussten die Männer mit dem Brause-Logo auf dem Trikot erneut dem Gegner bei der Jubelparade zusehen – wie bereits im Vorjahr gegen den FC Bayern München.

Der Transfersommer von RB Leipzig

RB Leipzig musste einige namhafte Abgänge verkraften. Neben Trainer Julian Nagelsmann (34) verließ auch Abwehrchef Dayot Upamecano (22) die Sachsen gen München. Mit Ibrahima Konaté (22) zog es einen weiteren Innenverteidiger von Leipzig weg, der Franzose wechselte zum FC Liverpool. Weitere Abgänge sind zudem Lazar Samardzic (19) und Justin Kluivert (22), wobei Letztgenannter lediglich ausgeliehen war. Zudem verließ Hannes Wolf (22) den Verein endgültig – der Österreicher wechselte nach erfolgreicher Leihe nun fest nach Mönchengladbach.

Doch auch auf der Habenseite passierte einiges. Die beiden ausgeliehenen Außenverteidiger Benjamin Henrichs und Angelino (beide 24) wurden fest verpflichtet, des Weiteren kamen Stürmer Andre Silva (25), sowie die beiden Innenverteidiger Josko Gvardiol (19) und Mohamed Simakan (21). Für all diese Wechsel gab RBL insgesamt mehr als 90 Millionen Euro aus, nahm jedoch auch 95 Millionen Euro ein. Hinzu kommen die 25 Millionen Euro, die der FC Bayern München für Trainer Julian Nagelsmann investierte. Dominik Szoboszlai (20), der seit seinem Wechsel verletzt ausfiel, kann ebenfalls als Neuzugang gewertet werden.

Bleibt der Erfolg RB Leipzig treu?

RB Leipzig geht nun in seine sechste Bundesliga-Saison. Bei den bisherigen Verläufen landeten die Sachsen stets im Bereich der internationalen Wettbewerbe. Dabei gelang es ihnen sich viermal für die Champions League zu qualifizieren. Die Ambitionen der Roten Bullen sind unbestritten, doch die Titelchancen in diesem Jahr deutlich gesunken. RB sieht sich einem kleinen Umbruch ausgesetzt, mit den angesprochenen Abgängen fehlt Leipzig eine wichtige Achse, samt Chef-Trainer. Dies ist nicht einfach so zu ersetzen, auch wenn die Leipziger für vielversprechenden Ersatz sorgten. Mit Neu-Trainer Jesse Marsch (47) wechselt ein Trainer innerhalb des Red Bull-Fußballkosmos die Station und kehrt an eine ehemalige Wirkungsstätte zurück. In der Saison 2018/2019 arbeitet Marsch bereits als Co-Trainer von Ralf Rangnick (63) in Leipzig und kennt auch ansonsten das Fußball-Konstrukt von Red Bull in- und auswendig.

In Salzburg agierte die Mannschaft von Jesse Marsch zumeist in einem 4-4-2, bei dem in der Regel die Offensive im Fokus stand. Die Truppe war oftmals für einen Gegentreffer gut, entschied die Partien jedoch aufgrund des enormen Qualitätsunterschieds in der Offensive meist für sich. Mit dieser mutigen und offensiven Spielidee sorgte RBS auch in der Champions League für Furore. In der Gruppe mit dem FC Bayern München und Atletico Madrid erzielten die Salzburger starke zehn Treffer in sechs Partien – allerdings auf Kosten von 17 Gegentoren.

Ganz so torreich werden die Partien von RB Leipzig wohl nicht ausfallen, doch mit Jesse Marsch führt RBL den Ansatz des mutigen, intensiven und offensiven Fußball weiter fort. So ist den Sachsen einiges zuzutrauen, aufgrund der namhaften Abgänge und der teils mangelnden Erfahrung eine Wiederholung des Vorjahres aber schwierig. Die Fans dürfen sich auf einige tolle Spiele im heimischen Stadion freuen, an fußballerischer Attraktivität dürfte RB Leipzig nicht allzu verloren haben. Im Gegenteil, mit Andre Silva steht nun endlich wieder ein Torjäger im Kader der Sachsen, der liebend gerne seine Ausbeute von 28 Treffern vom Vorjahr überbieten möchte!

Player to watch: Dani Olmo

Dani Olmo (23) spielt jetzt knapp 19 Monate in Leipzig und ist aus der Startformation kaum herauszudenken. Dabei erlebte der Spanier einen eher schleppenden Start, entpuppte sich aber zunehmend zum Volltreffer. So gelangen ihm in seinem ersten halben Jahr lediglich vier Scorerpunkte in zwölf Spielen, eine Bilanz, die zwar in Ordnung ist, aber keinesfalls den Ansprüchen entsprachen, die Olmo und seine Ablöse nach Leipzig brachten. Ganz anders sollte das in der vergangenen Saison vonstatten gehen. Olmo kam in den ersten 32 Ligaspielen stets zum Einsatz und entwickelte sich zum kaum ersetzbaren Faktor. In diesen Partien steuerte der 23-jährige fünf Tore und zehn Vorlagen bei und erspielte eine Reihe von Torgelegenheiten.

Nach einem anstrengenden Sommer mit der Europameisterschaft und dem Olympischen Turnier im Rücken gilt es diese Form nun zu beweisen. In den ersten Wochen wird man dem Spielmacher noch etwas Ruhe gönnen und hier und da mal ein Auge zudrücken, sollte etwas nicht gelingen. Doch die Erwartungen an Olmo sind berechtigterweise enorm. Gelingt es ihm seine Vorsaison zu übertreffen und einen weiteren Schritt in Richtung Weltklasse zu gehen?

Foto: IMAGO

Prognose

RB Leipzig hat eindeutig das Potenzial dazu, eine ähnlich gute Saison zu spielen, wie im Vorjahr. Doch selbstverständlich wäre dies aufgrund der namhaften Abgänge keinesfalls. Gelingt es Neu-Trainer Jesse Marsch schnell seine Spielidee umzusetzen, scheint ein Platz unter den Top-4 der Bundesliga mehr als realistisch. Um die Meisterschaft werden die Leipziger jedoch eher nicht mitkämpfen.

FSV Mainz 05 (Letzte Saison: 12.)

Der FSV Mainz 05 am Ende der vergangenen Hinrunde als Mitfavorit um den Gang ins Unterhaus. Die Situation schien fast aussichtslos, ein erster Trainerwechsel entpuppte sich als erfolglos. So versuchten es die Vereinsoffiziellen mit einem erneuten Wechsel in der Coaching-Zone und holten den ehemaligen Spieler Bo Svensson (42) mit ins Boot. Und dieser Schachzug sollte am Ende Gold wert sein. Der Däne brachte seine Mannschaft auf die Siegerstraße und letztendlich zum ungefährdeten Klassenerhalt. Dabei spielten die Mainzer die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte. Sie standen am Saisonende auf dem zwölften Rang im Tableau und hatten sehr ordentliche 39 Punkte geholt.

Der Transfersommer von Mainz 05

Die Mainzer hatten in diesem Sommer durchaus ein paar schmerzhafte Abgänge zu verkraften. Mit Torjäger Robin Quaison (27), den Mittelfeldspielern Pierre Kunde (25) und Danny Latza (31), Torhüter Florian Müller (23) und Leihgabe Danny da Costa (27) verloren die 05er eine Reihe von Spielern (mit Ausnahme von Müller, der zuletzt verliehen war), die dafür mitverantwortlich waren, dass der Klassenerhalt zuletzt noch gelang.

Doch die Pfälzer waren ebenfalls tätig und investierten ihr Geld in sehr interessante Spieler. Anton Stach (22) kam von Aufsteiger Fürth, Silvan Widmer (28) vom FC Basel. Zudem wurden Anderson Lucoqui (23) von Arminia Bielefeld und Jae-sung Lee (28) von Holstein Kiel jeweils ablösefrei verpflichtet. Mit diesen Akteuren kann sich Mainz 05 gut aufgestellt sehen, um auch in dieser Bundesliga-Saison den Klassenerhalt zu schaffen.

Kann Mainz 05 die Rekord-Rückrunde wiederholen?

Die Mainzer zeichneten sich zuletzt vor allem durch einen enormen Team-Spirit, viel Leidenschaft und Engagement sowie einer recht klaren Spielidee aus. Im 3-4-1-2 spielend wollen die Mainzer den Gegner früh unter Druck setzen und so viele Überzahlsituationen generieren. Das Umschaltspiel ist im Idealfall schnell und schnörkellos, die Defensive kompakt. Insgesamt möchte Mainz variabel agieren, die hoch stehenden Außenverteidiger machen aus der 3er-Kette im Bedarfsfall eine 5er-Kette. Dennoch zeigte sich auch, dass die 05er zu keinem Zeitpunkt im Spiel abschalten dürfen. Kein einziger Pflichtspielsieg unter der Leitung von Bo Svensson fiel mit mehr als einem Tor Unterschied aus. Nicht einmal jüngst im Pokal schafften es die Pfälzer einen ungefährdeten Sieg einzufahren. Ein Manko, welches es in der kommenden Saison, in der der Druck zu Beginn nicht ganz so groß ist, wie zuletzt, auszubessern gilt.

Dennoch stehen die Chancen insgesamt ganz gut, dass die Mainzer erneut eine solide Rolle in der Bundesliga spielen werden. Der Kader wurde sinnvoll verstärkt, die Abgänge im großen und ganzen kompensiert. Auch wenn die Hoffnung nun mitunter auf Spielern ruht, die noch keine einzige Bundesliga-Minute in ihrer Vita stehen haben, ist das Konstrukt, welches Bo Svensson führt, keinesfalls auf wackligen Beinen gebaut. Die Spielphilosophie ist weiterhin erkennbar und es werden sich mit Sicherheit einige Mannschaften schwer tun, um in oder gegen Mainz zu bestehen.

Photo by Imago

Player to watch: Leandro Barreiro

Leandro Barreiro (21) gilt als einer der Shooting-Stars im Kader vom FSV Mainz 05. Der Nationalspieler Luxemburgs fühlt sich im zentralen Mittelfeld zuhause und spielt bereits seit der U17 im Trikot der Pfälzer. Schon damals wurde Barreiro von Bo Svensson trainiert, ein Umstand der auch dazu führte, dass der 21-jährige Ende Mai seinen Vertrag bis 2024 verlängerte. Der Mittelfeldmann feierte sein Bundesliga-Debüt zwar schon 2019, doch der nächste Schritt folgte erst unter Svensson so wirklich. Auch wenn er schon vor der Amtsübernahme von Bo Svensson regelmäßig Minuten sammeln durfte, kam der Durchbruch erst in der bereits angesprochenen phänomenalen Rückrunde.

Über seinen Schützling sagte der Übungsleiter der Mainzer zuletzt, dass dieser eine tolle Entwicklung genommen habe, sich stets professionell und und ehrgeizig zeige, sowie „trotz seines großen Talents immer bereit [ist] hart an sich zu arbeiten“. Allesamt Tugenden, die ideal in die Mannschaft der Pfälzer passen, daher ist es kein Wunder, dass der Luxemburger eine so gute Rolle spielt. Barreiro ist kaum noch aus der Startelf wegzudenken und ein elementarer Baustein im Spielsystem. Bestätigt er diese Leistung auch in dieser Bundesliga-Saison, werden im kommenden Sommer mit Sicherheit Interessenten anklopfen und sich nach dem Youngster erkundigen.

Prognose

Mainz 05 sollte im Normalfall eine solide bis ordentliche Bundesliga-Saison spielen. Die Pfälzer haben auf dem Transfermarkt eine sinnvolle Arbeit gezeigt und gehen dementsprechend mit Selbstvertrauen in die neue Saison. Bereits in der abgelaufenen Rückrunde zeigte sich das Potenzial dieser Mannschaft. In Kombination mit vermeintlich schwächeren Teams in der Liga, sollte Mainz den Klassenerhalt bereits vorzeitig finalisieren können.

VfL Bochum (Letzter Saison: Zweitliga-Meister)

Der VfL Bochum spielte eine sehr sehr gute Zweitliga-Saison und stieg quasi mit Ansage auf. Ähnlich wie zuvor Arminia Bielefeld brauchte es zunächst einen neuen Trainer und eine Rückrunde, um zeigen zu können, zu was die Mannschaft in der Lage ist. Doch dann folgte das Kunststück des Meistertitels in der 2. Bundesliga mit dem damit verbundenen Aufstieg. Die Bochumer ließen sich zu keinem Zeitpunkt von kleinen Rückschlägen verunsichern. Sie spielten mit den erfolgreichsten Fußball im Unterhaus und zeigten sich oftmals gnadenlos effektiv. Ob durch ein schnelles Umschaltspiel oder nach Standardsituationen – der VfL Bochum wusste haargenau, gegen welchen Gegner, welches taktische Mittel vonnöten war, um erfolgreich zu sein. Auch wenn sich das Warten auf die Aufstiegsfeier am Ende ein wenig in Länge zog, so ist Bochum der verdiente Meister in der 2. Bundesliga geworden und darf sich nun – nach elf Jahren Pause – zurecht auf das deutsche Oberhaus im Fußball freuen.

Der Transfersommer vom VfL Bochum

Der VfL Bochum verstärkte sich in dem bisherigen Transfersommer nur punktuell und das, ohne eine Ablöse zahlen zu müssen. Mit Torhüter Michael Esser (33), Mittelfeldspieler Patrick Osterhage (21) und Flügelspieler Christopher Antwi-Adjei (27) konnte der VfL drei Akteure ablösefrei verpflichten. Zudem kamen Konstantinos Stafylidis (27), Elvis Rexhbecaj (23) und Eduard Löwen (24) auf Leihbasis. Mit diesen Spielern hat Bochum noch mal reichlich Erfahrung verpflichten können, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.

Abgegeben wurden Patrick Drewes (28), Lars Holtkamp (19), Thomas Eisfeld (28) und schmerzhafterweise auch Spielmacher Robert Zulj (29). Vor allem Letztgenannter hinterlässt eine riesengroße Lücke in der Mannschaft des VfL. Der offensive Mittelfeldspieler war in der Aufstiegssaison Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel des Bochumer und kaum wegzudenken. Mit Hilfe einer Ausstiegsklausel ging es für den 29-jährigen nun in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Erfolgreiches Bundesliga-Comeback?

Der VfL Bochum darf nach elfjähriger Abstinenz endlich wieder Bundesligaluft schnuppern. Dank einer eingespielten Mannschaft, die mit einem engagierten und effektiven Spiel überzeugte, können sich die Fans jetzt wieder Spiele gegen die besten Fußballmannshaften Deutschlands im Stadion anschauen. Doch was ist von den Bochumern zu erwarten? So viel sei vorab gesagt, der Klub aus dem Ruhrpott hat das Potenzial zur Überraschung – positiv wie negativ. Ohne Spielmacher Robert Zulj wird das Spiel ein wenig anders strukturiert werden müssen. Den Österreicher wird Erfolgstrainer Thomas Reis (47) kaum ersetzen können. Daher gilt es nun die Verantwortung auf mehrere Schultern zu verteilen. Im bekannten 4-2-3-1 System könnte die Rolle des „Zehners“ nun beispielsweise Neuzugang Elvis Rexhbecaj ausfüllen. Ob dieser an die Leistung von Zulj heran kommt, bleibt aber zunächst abzuwarten.

Im Pokal taten sich die Bochumer jüngst sehr schwer, entkamen der Blamage gegen Wuppertal nur knapp. Dort agierte der VfL noch im einem 4-3-3, ohne die Position von Zulj. Es wird in der Liga nun darauf ankommen, die richtige Harmonie und das richtige Gespür zu finden, damit die Bochumer in einen positiven Lauf kommen. Gelingt dieser einmal, ist es gut möglich, dass der ein oder andere Favorit auch im Ruhrpott ins Stolpern gerät. So oder so bleibt festzuhalten – der VfL ist auf jeden Punkt angewiesen, um letztlich auch die Klasse halten zu können.

Bochum

Photo by Imago

Player to watch: Manuel Riemann

Manuel Riemann (32) hat bereits in der zweiten Liga für Angst und Schrecken gesorgt. Der Torhüter ist nicht nur auf der Torlinie sehr stark und zeigt eine gute Strafraumbeherrschung. Was vielen gegnerischen Trainern Kopfschmerzen bereitet, ist die Art und Weise, wie Riemann beim Spiel mit dem Ball eingebunden wird. Der 32-jährige schafft es immer wieder haargenaue Abschläge auf seine Angreifer zu spielen, die daraus resultierend oftmals zu guten Konterchancen kommen. Das Umschaltspiel, welches Riemann sehr gerne einleitet, ist eine Waffe und kann auch in der Bundesliga für reichlich Gefahr sorgen. Zudem ist Riemann auch sonst als zwölfter Feldspieler bekannt, lässt sich nur selten verunsichern und versucht, die Pressingreihen der Gegner gekonnt zu überspielen.

Des Weiteren wird Manuel Riemann in dieser Saison noch häufiger gefordert werden. Während die Bochumer in der 2. Bundesliga oftmals Herr der Lage waren, werden sie nun deutlich öfter Chancen zulassen und nicht immer verteidigen können. So kommt es gleich doppelt darauf an, in welcher Form sich deren Schlussmann zeigt. Damit lässt sich festhalten, dass Riemann mit und gegen den Ball ein entscheidender Faktor im Spiel der Bochumer sein kann, beziehungsweise wird. Jedoch auch so erfolgreich wie in der Aufstiegssaison?

Prognose

Den Bochumern steht eine schwere Saison bevor. Die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt ist riesig, sich durchzusetzen wird dementsprechend eine ordentliche Hürde. Die Mannschaft ist aber fast komplett zusammengeblieben und kennt sich – ein Vorteil für die nächsten 34 Bundesliga-Spiele. Ein (direkter) Abstiegsplatz kann mit der eigenen Klasse durchaus vermieden werden, doch der es wird ein K(r)ampf bis zum letzten Spieltag.

Photo by imago

Steffen Gronwald

Steffen verfolgt primär den Vereinsfußball, fühlt sich im deutschen Ober- und Unterhaus zu Hause - verfolgt zugleich aber auch La Liga und die Premier League intensiv. Ob Offensivspektakel oder "park the Bus", fesseln tut ihn beides, zudem steht bei ihm auch der Schiedsrichter im Fokus. Seit 2016 bei 90PLUS.

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