WM 2022 | Spannende(re) Spiele, Unverständnis um die Binde: So lief Turniertag 2

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News | Nachdem am gestrigen Sonntag das Eröffnungsspiel samt Zeremonie stattfand, ging es am Montag in den ersten richtigen Turniertag mit drei Spielen. Die Niederlande war im Einsatz, auch England gab sich die Ehre. 

WM 2022: So lief der zweite Turniertag-

Bevor es auf den grünen Rasen im sandigen Wüstenstaat ging, wurde natürlich auch wieder kritisch über die Geschehnisse rund um die Weltmeisterschaft am Persischen Golf berichtet. Auf dem FIFA-Fan-Festival in Doha sollen sich chaotische Szenen abgespielt haben. Des Weiteren rentiert sich die globale Endrunde im Nahen Osten für den Weltfußballverband ökonomisch wohl im großen Ausmaß. Circa 7,5 Milliarden Einnahmen konnten die Männer um Präsident Gianni Infantino im vergangenen Vier-Jahres-Zyklus generien. Die nicht-sportliche Nachricht des Tages betrifft aber die heiß diskutierte One-Love-Armbinde. Nachdem die FIFA Sanktionen, in Form von gelben Karten angekündigt hatte, verzichten DFB und Co. nun auf das Tragen der regenbogenfarbenen Kapitänsbinde.

Drei Spiele fanden am zweiten Turniertag der WM 2022 in Katar statt. Der Auftakt am Sonntag war relativ unspektakulär, Ecuador hatte keine Probleme mit dem Gastgeber und gewann am Ende mit 2:0. Mit Spannung erwartet wurden die Auftritte der Niederlande und England, die beide zum erweiterten Kreis der Favoriten zu zählen waren. Die Niederlande spielte gegen den Senegal, vorher war England schon gegen den Iran im Einsatz.

Den sportlichen Startschuss in den zweiten WM-Tag lieferten im Khalifa International Stadium der Iran und England. Der Titelaspirant von der britischen Insel konnte sich in diesem Rahmen deutlich mit 6:2 durchsetzen. Vor dem Anpfiff präsentierten beide Teams ihre Courage und setzten wichtige gesellschaftspolitische Zeichen. Die Iraner schwiegen, als Solidaritätsakt mit der weiblichen Revolution im Heimatland, bei der Hymne. Währenddessen nutzten die Engländer die Öffentlichkeit, um mit dem Kniefall auf die Black-Lives-Matter-Bewegung aufmerksam zu machen. Einem Bundesliga-Akteur war der erste Treffer des Tages vergönnt. Dortmunds Jude Bellingham ließ eine Shaw-Flanke über seinen Schädel zur Führung ins lange Eck gleiten. Wenige Minuten später erhöhte mit Bukayo Saka ein weiterer WM-Debütant das Resultat. Raheem Sterling stellte noch vor dem Halbzeitpfiff auf 3:0. In der zweiten Hälfte war die Begegnung etwas ausgeglichener, die Tore fielen auf beiden Seiten. England gewann am Ende mit 6:2.

WM 2022: Warum und wie wir berichten 

Um 17 Uhr duellierten sich die Niederlande und der Senegal im zweiten Spiel der Gruppe A. Etwas überraschend wurde Torhüter Andries Noppert von Bondscoach Louis van Gaal in die Startelf beordert. Das Besondere daran: Für den Schlussmann von Heerenveen war es im Alter von 28 Jahren das erste Länderspiel – und das gleich bei einer WM. Im Al Thumama Stadium zu Doha, wo doch einige Plätze leergeblieben waren, ging es temporeich los. So kamen beide Mannschaften auch zu Offensivaktionen – was fehlte, waren die klaren Chancen. Die kamen auch nach dem Seitenwechsel nicht, im Gegenteil: Das Spiel schlief mit der Zeit völlig ein, Highlights gab es gar keine mehr. Die wurden erst wieder in der Schlussphase herausgekramt: Erst vollendete Cody Gakpo eine wunderschöne Flanke von Frenkie de Jong (84.), ehe Davy Klaassen kurz vor Schluss den Deckel zum 2:0 draufmachte (90.+9). Damit belohnte sich die Niederlande spät mit drei Punkten – und die Fans mit zwei Toren. Außerdem feierte Noppert ein mehr als gelungenes Länderspiel-Debüt.

Den Abschluss machte die Partie USA gegen Wales. Für beide Teams geht es um den zweiten Platz in der Gruppe B hinter dem vermeintlichen Favoriten aus England. Die US-Boys fanden deutlich besser in die Partie und überzeugten mit Dynamik und Siegeswillen. Der Druck der Amerikaner wurde in der 36. Minute auch belohnt. Ein Solo von Christian Pulisic vollendete Timothy Weah und brachte seine Farben in Front. Cheftrainer Robert Page schien in der Halbzeitpause die passenden Worte gefunden zu haben, denn seine Akteure traten deutlich aktiver und zielstrebiger im zweiten Durchgang auf, was auch an der Einwechslung von Kieffer Moore lag. Der Stürmer leitete in der 64. Minute die erste gute Chance durch Ben Davies ein und köpfte eine Minute später selber nur knapp am Tor vorbei. Die bessere Halbzeit wurde kurz vor Schluss auch noch belohnt. Einen Foulelfmeter versenkte Gareth Bale zum gerechten 1:1 Unentschieden.

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